ARRI TRINITY: Feedback aus der Praxis

Kameramann Daniel Schade berichtet von seiner Arbeit mit dem Kamerastabilisierungssystem ARRI TRINITY.

Kameramann Daniel Schade aus Los Angeles hat jahrelange Erfahrung mit artemis Kamerastabilisierungssystemen. Er setzte sie bei Spielfilmen, Kurzfilmen, TV-Produktionen, Werbefilmen und Musikvideos ein. Kürzlich arbeitete er mit TRINITY, dem neuen Kamerastabilisierungssystem von ARRI. Und schildert nun seine Eindrücke.

Was halten Sie von TRINITY, nachdem Sie damit gearbeitet haben?

TRINITY ist der nächste Entwicklungsschritt in Sachen Kamerabewegung. Es verbindet die einzigartigen Winkel eines Jib-Arms mit der Bewegungsfreiheit einer Steadicam™– die kreativen Möglichkeiten sind grenzenlos. Egal ob der Director of Photography (DoP) eine einfache Walk-and-Talk-Aufnahme machen will oder einen komplizierteren Running Shot: Ich kann mich auf TRINITY als ein stabiles, zuverlässiges und gestalterisches Werkzeug für den Dreh verlassen. Und ich halte TRINITY für den perfekten Baustein, der genau in aktuelle Produktionsabläufe passt. Es eröffnet nicht nur neue kreative Horizonte, sondern kann bei einer Produktion auch Zeit und Geld sparen.

Ich kann nicht glauben, dass es diese geniale Konstruktion bisher noch nicht gegeben hat.

Welche neuen Möglichkeiten eröffnet TRINITY?

TRINITY bietet erstmals die Möglichkeit, ein vollstabilisiertes Kamerasystem – das ein bis zu 30 Kilogramm schweres Kamera-Setup trägt – in einer kontinuierlichen Bewegung vom Fuß bis über den Kopf zu heben und sich zugleich um 360 Grad drehen zu können. Dabei nimmt das System nicht mehr Raum ein als eine gewöhnliche Steadicam™. Das liegt an dem einzigartigen Zwei-Achsen-Design von TRINITY. Man stellt die Höhe ein, indem man die Kamera eher nach vorne als zur Seite bewegt. Das ermöglicht dem Operator, in engen Drehorten kompakt aufgestellt und beweglich zu sein – zum Beispiel, wenn er einem Schauspieler auf Treppenstufen im Low-Mode folgt. Außerdem kann die Tilt-Achse ganz unabhängig über einen Joystick am Griff gesteuert werden. Das ermöglicht dem Operator, problemlos große Winkel zu realisieren, die ansonsten schwer zu erreichen sind, zum Beispiel Over-Shoulder- oder extreme Low-angle-Aufnahmen.

Warum würden Sie TRINITY anderen Kamerastabilisierungssystemen vorziehen?

Die einzigartige Funktionalität macht TRINITY zu einem Trumpf an jedem Set. Und da ARRI das System auf den Markt bringt, habe ich absolutes Vertrauen in seine Zuverlässigkeit. Man kann so ziemlich jede Kamera von einem Stativ nehmen und in derselben Zeit an dem stabilisierten Kopf befestigen wie auf einem herkömmlichen Steadicam™-Setup – aber es eröffnet ungleich mehr kreative Möglichkeiten und Kontrolle. Objektive und Filter können auch schneller gewechselt werden als bei anderen Gimbals, wegen der kraftvollen Motoren und der Software von TRINITY. Die Kalibrierung dauert weniger als 15 Sekunden, man kann zwischen fünf Presets wählen, die der User individuell einstellen kann, weniger Verkabelung ist nötig, und TRINITY verbraucht lediglich 14 Watt. Grundsätzlich fühlt sich TRINITY schon vertraut an, wenn man es zum ersten Mal einsetzt. Ich kann nicht glauben, dass es diese geniale Konstruktion bisher noch nicht gegeben hat. Es ist wie dein iPhone – es funktioniert einfach. Endlich können wir echte Produktionskameras in einem stabilisierten Rig einsetzen und in dem Tempo arbeiten, das Regieassistenten und Produzenten erwarten.

Werden Sie TRINITY wieder verwenden?

Definitiv. Ich bin begeistert von der Vorstellung, all die bisher ungeahnten Möglichkeiten zu erforschen, die Regisseure verfolgen könnten, um ihre kreative Vision umzusetzen. TRINITY ist ein Produkt mit unerschlossenem Potenzial, und ich bin mir sicher, dass ARRI es zukunftsfähig machen und von Jahr zu Jahr noch verbessern wird. Eines Tages wird TRINITY das ultimative Produktionstool sein, wobei Kamera und TRINITY-Kopf als eine Einheit fortbewegt werden, ob von Dolly, Stabilisierungssystem, Jib oder Cable-Cam. So werden alle Anforderungen einer Produktion abgedeckt.

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