18 Jan 2013

"Ganz einfach ALEXA"

ZUR UNMITTELBAREN VERÖFFENTLICHUNG


München, 18.01.2013 - ARRI Cine Technik lud Anfang der Woche gemeinsam mit der Produzentenallianz zu einer Informationsveranstaltung in die Berliner und Kölner ARRI Film & TV Services Niederlassungen ein. ARRI Experten führten dort die Teilnehmer – in einem speziell auf Produzenten & Produktionsteams zugeschnittenen 5-stündigen Workshop – in die Welt der digitalen Kameratechnik und Nachbearbeitung ein.  

Am Montag begrüßte Stephan Schenk, General Manager Business Unit Kamera- und Digital Intermediate Systeme, die Anwesenden im Grading Kino der ARRI Film & TV Services Niederlassung Berlin. Er ermutigte die interessierten Mitglieder des deutschen Produzenten-Verbandes zur regen Teilnahme und stimmte sie mit dem NAB Showreel der ALEXA auf die drei folgenden Präsentationen ein:

Zuerst stellte Oliver Temmler, ARRI Application Engineer, das ALEXA Kamerasystem (ALEXA, ALEXA Plus, ALEXA M & ALEXA Studio) vor und erläuterte anschaulich den Aufbau von digitalen Kameras. Dabei ging er besonders auf den CMOS Sensor der ALEXA ein, verglich diesen plattformübergreifend mit CCD-Sensoren, und stellte verschiedene Prinzipien der 1-Chip und 3-Chip-Kameras vor. Eindrücklich erklärte Temmler auch die Unterschiede zwischen dem YCbCr und RGB Farbmodell, sowie zwischen 4:4:4 und 4:2:2 Farbabtastung, die bei der Aufzeichnung zum Einsatz kommen. Beeindruckt waren die Anwesenden vom Dynamikbereich der ALEXA (14 Blenden) und deren Lichtempfindlichkeit (El 160 bis 3200) mit einem ‚Sweet Spot‘ von El 400 bis 800.

Nach einer Pause setzten sich dann Henning Rädlein, ARRI Head of Digital Workflow Solution und Michael Hackl, ARRI Operations & Technology Manager, mit den Themen Kodierungsverfahren, Aufnahmegeräte und digitale Workflows auseinander. Rädlein veranschaulichte die Qualität von ProRes Aufnahmen wies aber darauf hin, dass unkomprimierte und unverschlüsselte ARRIRAW Aufnahmen qualitativ noch hochwertiger sind. Hackl verdeutlichte den Unterschied zwischen Log C und Rec 709 Aufnahmen. Letztere sind zwar sendefähig, doch nur Log C Aufnahmen bieten maximale Flexibilität in der Farbkorrektur. Erläutert wurden auch Look Up Tables (LUT) und der sinnvolle und kostensparende Einsatz von „Looks“ sowie ARRI Webgate, ein Internetportal zur Sichtung von Mustern. Bei der Besprechung von Speicherkarten und Festplatten schnitt einer der anwesenden Produzenten das Thema Langzeitspeicherung für digitale Aufnahmen an. Die gängigste Option, so die Experten von ARRI, sind LTO-Bänder, wobei die sicherste aber auch kostenintensivste Lösung das Separation Master ist.

Schließlich berichteten ARRI DI-Colorist Philipp Orgassa und Kameramann Adrian Cranage, die gemeinsam an den Til Schweiger Filmen SCHUTZENGEL und KOKOWÄÄH 2 gearbeitet haben, aus der Praxis. Beide Filme wurden mit der ALEXA gedreht und digital nachbearbeitet.

Zu den visuellen Highlights des Workshops gehörten neben diversen ALEXA Showreels auch verschiedene Kino-Trailer von ALEXA-Produktionen, darunter SKYFALL, der neueste James Bond Film, und Ang Lee’s Oscar nominierter Film LIFE OF PI.

Am Dienstag fand die zweite Veranstaltung in der Kölner ARRI Film & TV Services Niederlassung statt. Dort übernahm Henning Rädlein auch den dritten Teil des Workshops und ging, wie bereits in Berlin, auf die 2K/4K Diskussion ein. Selbstverständlich sei 4K ein Ziel, aber die Zeit ist noch nicht reif für eine flächendeckende 4K-Distribution. Entscheidend der Wahl einer Kamera ist die Bildqualität als Ganzes, die sich aus verschiedenen Parametern, wie z.B. Dynamik, Rauschverhalten, Farbwiedergabe und auch Auflösung zusammensetzt. Rädlein empfahl, Kameras zu testen und den gesamten Bildeindruck zu bewerten, denn die ARRI-Kamera sei darin überlegen, vor allem aufgrund der extrem hohen Dynamik des Sensors. Zum Stand der Digitalisierung und der Notwendigkeit von 4K-Mastern wurde berichtet, dass die meisten Kinos, die auf digitale Projektion umgestellt wurden,  nur für 2K gerüstet sind. Eine weitere Aufrüstung wird Jahre dauern. 4K-Fernsehen ist in sehr weiter Ferne, oft sind Sender noch nicht einmal mit HD ausgestattet. Es ist ein offenes Geheimnis: höhere Kontrastwiedergabe und höhere Bildrate werden als wichtiger bewertet als 4K-Auflösung.
Als besonderes Qualitätsmerkmal des ARRI-Sensors wurde genannt, dass Bilder auch bei hoher Auflösung filmisch, angenehm und nicht unnatürlich wirken. Es wurde auch auf „Skyfall“ eingegangen, der als 4K-Version in IMAX-Kinos erfolgreich gezeigt wurde.

In den Pausen tauschten sich die Teilnehmer der Workshops im Foyer untereinander und mit den ARRI Experten aus. Verabschiedet wurden die Gäste von Stephan Schenk, der sich sowohl in Berlin wie auch in Köln, für die zahlreiche Beteiligung bedankte.


Über ARRI:

ARRI ist weltweit größter Hersteller und Lieferant von professionellen Kameras, Digital Intermediate Systemen und Licht-Equipment. In seiner über 95-jährigen Firmengeschichte ist ARRI dabei in allen Kerngeschäften mit kontinuierlicher Innovation und revolutionären Technologien weltweit präsent.

Heutzutage liegt der Fokus in der Entwicklung neuer digitaler Technologien, aber auch in der Optimierung von traditionellen analogen Arbeitsprozessen und der Erlangung von größtmöglicher Bildqualität durch die Kombination der besten Elemente aus analog und digital. Neben seinem unvergleichlichen digitalen ALEXA Kamerasystem, unerreichten LED-Beleuchtungslösungen und weltweit eingesetzten DI-Postproduktionsprodukten wie dem ARRISCAN und ARRILASER ist ARRI weiterhin bestrebt, neueste technische Entwicklungen in seine umfangreiche Produktpalette zu integrieren.

In Anerkennung seiner bahnbrechenden Produkte erhielt ARRI bislang 18 Auszeichnungen (Statuetten und Technik-Oscars) von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Zuletzt wurden die Entwickler des ARRILASER von der Academy mit dem Academy Award of Merit® (Oscar Statuette®) ausgezeichnet.

Weitere Infos unter www.arri.com


Kontakt:

Catia Marini
+49 89 3809 1382 (Büro)
cmarini@arri.de

Downloads

Fotos Ganz einfach ALEXA (zip, 313 K)

 

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