Skynamic: „ALEXA Mini steckt das alles weg”

Die Drohnenpiloten von Skynamic sind spezialisiert auf Luftaufnahmen mit ALEXA Mini. Und schätzen die Möglichkeit, das Kamerasystem von ARRI mittels Softwareupdates zu aktualisieren.

Ob Großstadt, Hochgebirge, Dschungel oder Meer: Die Liste der Orte, an denen Julian Glöckner und Gabriel Manz seit der Gründung ihrer Firma Skynamic im Jahr 2012 aus der Luft filmten, ist lang. Zuletzt waren die beiden deutschen Drohnenkameraoperator mit ihrem Team vier Monate in Marokko im Einsatz. Von Casablanca über Quarzazate bis in die Wüste Sahara hinein drehten sie mit einer an einem Oktokopter befestigten ALEXA Mini kontinuierlich die Luftaufnahmen für einen chinesischen Actionfilm. „Überall Staubkörner, große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, viel Rauch. Die Bedingungen waren wirklich schwierig“, erklärt Julian Glöckner. Und ergänzt: „Aber es gab nie Probleme. Die ALEXA Mini steckt das alles weg.“

Die achtmotorige Drohne, Akkus, Kamerabody, Objektiv, Gimbal: Bis zu 18 Kilogramm mussten stabil durch die Luft manövriert werden – durch schmale Gassen und Vogelschwärme, vorbei an niedrig hängenden Stromleitungen, bei unterschiedlichen Windverhältnissen. „Alles eine Frage der Konzentration“, findet Julian Glöckner. Deshalb arbeitet Skynamic am Set immer zu zweit. Ein Pilot fliegt die Drohne. Ein Kameraoperator konzentriert sich auf das Bild und steuert den Gimbal. Durch eingespielte Kommunikation zwischen den beiden entsteht die Aufnahme. Je nach Setup kann eine Drohne zwischen sechs und 15 Minuten in der Luft bleiben. Längere Flugzeiten lässt die Akkutechnik derzeit noch nicht zu.

Eine ALEXA Mini wird startklar gemacht

In Sachen Bildqualität gibt es aber keine Kompromisse. So fliegt das Skynamic-Team fast nur mit ALEXA Mini. „Auf welchem Filmset wir auch immer waren. Das ALEXA-System wird in der Branche so sehr geschätzt, dass die allermeisten nur damit arbeiten wollen“, betont Julian Glöckner. „Doch erst als 2015 die ALEXA Mini auf den Markt kam, konnten wir die Kamera aufgrund ihres geringen Gewichtes an eine Drohne hängen und den Filmemachern endlich die Qualität anbieten, die sie sich wünschten.“ Aber es gehe nicht nur um die Bildqualität: „Auch Themen wie Workflow, Zuverlässigkeit und Nutzerfreundlichkeit spielen eine wichtige Rolle.“

Außerdem schätzt der 30-Jährige die verschiedenen Dateiformate und Einstellmöglichkeiten, die für „maximale Flexibilität“ sorgen – und die Möglichkeit, das Kamerasystem mittels Softwareupdates zu aktualisieren. Auch das neue SUP 5.1 http://www.arri.com/camera/alexa_mini/downloads/ hat die ALEXA Mini von Skynamic „natürlich schon drauf“: „Es kommen immer wieder nützliche Funktionen hinzu, die uns den Alltag erleichtern.“ Als „besonders sinnvolle Neuerung“ betrachtet er die Unterstützung von 1.3x-Anamorphic-Linsen: „Denn damit erschließen wir uns einen neuen Satz Objektive.“ Auch WCU-4-Erweiterungen wie die verbesserten Abspieloptionen seien „super“: „Diese Funktion ist sehr wertvoll für uns, da wir noch während des Rückflugs das Playback von allen Clips starten können.“ Von ihm aus könnten künftige Updates „durchaus weitere technische Features“ enthalten. Schön wäre zum Beispiel eine „digitale Wasserwaage, um horizontale Lage der Kamera jederzeit im Blick zu haben“: „Momentan bestimmen wir per Augenmaß, ob der Horizont von oben gesehen wirklich gerade ist.“

Skynamic bei der Arbeit in Marokko

Und was war vor Marokko? Zu den Referenzen von Skynamic gehören Commercials für Automarken wie Porsche, VW und Audi. Im seriellen Bereich ließen die insgesamt sechs festen Mitarbeiter Drohnen unter anderem für die Netflix-Produktion „Berlin Station“ sowie die RTL-Krimiserie „Alarm für Cobra 11“ aufsteigen. Hinzu kommen zahlreiche TV- und Spielfilmprojekte im europäischen, aber auch amerikanischen Raum.

Diese Vielfalt spiegelt die unterschiedlichen Ansprüche der Kunden wider. „Manche wünschen sich lange, präzise Kamerafahrten, andere dynamische Shots“, erläutert Julian Glöckner. Und erinnert sich: „Noch vor einigen Jahren wurden Drohnenpiloten an Sets wie Sonderlinge betrachtet und neugierig beäugt. Doch inzwischen werden Drohnen als normal angesehen. Als ein weiteres Werkzeug, das Filmschaffende nutzen können, um ihre Geschichte zu erzählen.“

Kostenloser Download des SUP 5.1: www.arri.com/camera/alexa_mini/downloads
Mehr über Skynamic: www.skynamic.net

Fotos: ©  2017 Skynamic