Premieren, Preise, Panels: ARRI beim DOK.fest

Auch 2017 war ARRI beim Internationalen Dokumentarfilmfestival DOK.fest München mit dabei, unter anderem mit dem ARRI AMIRA Award.

Knapp 43.000 Zuschauer, 17 Spielorte, 157 Filme aus 45 Ländern und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. So lautet die Bilanz des 32. Internationalen Dokumentarfilmfestivals, das vom 3. bis 14. Mai 2017 in München stattfand. Auch in diesem Jahr war ARRI wieder mit dabei und unterstützte das DOK.fest technisch, finanziell und inhaltlich.

„Der Dokumentarfilm ist eine Leitkunst. In ihm können wir viel über die Welt erfahren und eventuell in Handlungen umwandeln“, sagte Festivalleiter Daniel Sponsel bei der Eröffnung über die Bedeutung dieses Genres. Und war sich sicher: „Dokumentarfilme waren nie wichtiger und wertvoller und auch spannender und unterhaltsamer als heute.“

31 Welt- und 68 Deutschlandpremieren stellten die Attraktivität des DOK.fest München für die Filmszene unter Beweis. Erstmals vor deutschem Publikum gezeigt wurde unter anderem die Dokumentation „Dries“, die mit ARRIs Kamerasystem AMIRA entstand und am 29. Juni 2017 in die Kinos kommt. „Mit `Dries` wollten wir einen ehrlichen, authentischen Film über die Mode und den Modedesigner Dries Van Noten drehen. Die AMIRA mit ihrer natürlichen Schärfe und den authentischen Farbtönen war für dieses Anliegen einfach am besten geeignet“, erklärte Regisseur und Produzent Reiner Holzemer und verriet weitere Details: „Dries hat uns bei der Farbkorrektur genau auf die Finger geschaut. Jede Farbnuance seiner Stoffe wollten wir adäquat auf die Leinwand bringen. Mit der AMIRA ist uns das problemlos gelungen. Dries hat nicht eine einzige Farbe im Nachhinein kritisiert oder korrigiert.“

Das „Dries“-Team um Reiner Holzemer (mit Mikrofon) bei der Deutschlandpremiere auf dem DOK.fest München

Die AMIRA ist auch namensgebend für einen von ARRI gestifteten Preis: den ARRI AMIRA Award. „Die Arbeit von Dokumentarfilm-Kameraleuten, die häufig mehrere Funktionen in einer Person übernehmen, wird viel zu selten gewürdigt. Das wollen wir mit dem ARRI AMIRA Award ändern“, betonte Stephan Schenk, Geschäftsführer ARRI Cine Technik und verantwortlich für die Business Unit Camera Systems, bei der Verleihung in der HFF München. Und weiter: „ARRI blickt auf eine lange Tradition im Dokumentarfilmbereich zurück. Und mit der AMIRA haben wir ein Digitalkamerasystem im Programm, das sich sehr gut für den Einsatz bei Dokumentarfilmen eignet. Denn die Ergonomie ist für den Einmannbetrieb optimiert und auch für den dokumentarischen Bereich sind Robustheit, Zuverlässigkeit und die beste Bildqualität eines Kamerasystems von entscheidender Bedeutung.“

Bei der Verleihung des ARRI AMIRA Awards (v. l.): Daniel Sponsel (DOK.fest München), Juror Prof. Heiner Stadler (HFF München), Preisstifter Stephan Schenk (ARRI) sowie Juror und Moderator Prof. Michael Leuthner (Hochschule Macromedia München)

Im vergangenen Jahr ging die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung an den Kameramann Ernesto Pardo für seine Leistung bei Tatiana Huezos Film „Tempestad“. Diesmal wurde die Kamerafrau und Regisseurin Kirsten Johnson (unter anderem „Citizenfour“ und „The Oath“) für „Cameraperson“ geehrt. „Wir haben uns mit Bewunderung auf Kirsten Johnson geeinigt“, erläuterte Juror Heiner Stadler, Professor für Dokumentarfilm an der HFF München, während seiner Laudatio. „In ihrem Film `Cameraperson` lässt sie die Zuschauerinnen und Zuschauer erfahren, wie wunderschön und lebendig, aber gleichzeitig auch unerträglich gewaltsam und ambivalent die Kameraarbeit für Dokumentarfilme sein kann.“ Zur Jury gehörten darüber hinaus die Kamerafrau Anne Misselwitz sowie Prof. Michael Leuthner von der Hochschule Macromedia, der die Preisverleihung moderierte.

Kirsten Johnson bedankte sich per Videobotschaft für „diese unglaubliche Ehre“. Und erinnerte sich, dass sie 1989 das erste Mal mit einer ARRI Kamera in Berührung kam. 

Kirsten Johnson bedankte sich per Videobotschaft für den ARRI AMIRA Award

Während Kirsten Johnson bereits seit 26 Jahren als Kamerafrau in Spiel- und –Dokumentarfilmen arbeitet, richten sich die Seminare der ARRI Academy eher an Nachwuchsprofis. Im Rahmen einer Kooperation mit dem DOK.fest München konnten Festivalbesucher an zwei interaktiven Workshops teilnehmen. Dabei zeigte Director of Photography Christian Eichenauer die vielen Funktionen der handlichen, besonders für den Einsatz bei Dokumentarfilmen geeignete ARRI Kamerasysteme AMIRA und ALEXA Mini. Im ersten Teil warf der Kameraprofi gemeinsam mit den Teilnehmern einen Blick auf das Innenleben der Kameras und nahm die technischen Komponenten genauer unter die Lupe. Dabei war die Gruppe dazu eingeladen, die Ergonomie, Robustheit und Bedienungsweise der ARRI Kameras selbst zu erleben. Beim zweiten Workshop ging es um Bildqualität und Workflow. Hier konnten unter anderem die vielen Einstellungsmöglichkeiten mit den ARRI Looks sowie die Aufnahmeformate der AMIRA und ALEXA MINI kennengelernt werden.

DoP Christian Eichenauer erläuterte bei zwei Workshops der ARRI Academy die vielen Funktionen der Kamerasysteme AMIRA und ALEXA Mini

Am Ende schloss eines der wichtigsten europäischen Dokumentarfilmfestivals mit der Viktor-Verleihung. Den Hauptpreis im internationalen Wettbewerb erhielt Faradasht Ahmeds Flüchtlingsdoku „Nowhere to hide“. Der Viktor im nationalen Wettbewerb ging an Elí Roland Sachs´ „Bruder Jakob“. Über den Viktor in der Reihe DOK.horizonte freute sich Ramona S. Díaz für „Motherland“.

Am Ende schloss das DOK.fest München mit der Viktor-Verleihung

Wie in den Vorjahren sponserte ARRI Media die Produktion und Postproduktion der drei offiziellen DOK.fest-Trailer und stellte darüber hinaus den Cloudservice Webgate für die Kommunikation der Jurymitglieder zur Verfügung.

„Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir die Wahrnehmung des Dokumentarfilms in der Kunst- und Kulturszene auf ein ganz neues Level gehoben“, freute sich Daniel Sponsel – und dankte allen Unterstützern.

Mehr zum DOK.fest unter www.dokfest-muenchen.de.

Fotos: DOK.fest (5), ARRI (1)