ARRI feiert 100-Jähriges

Am 12. September 2017 feierte ARRI in München mit langjährigen Weggefährten die Gründung des Unternehmens vor genau 100 Jahren.

Auf den Tag genau 100 Jahre nach der Gründung von ARRI veranstaltete das Filmtechnikunternehmen im Isarforum am Deutschen Museum in München eine kleine, feine Jubiläumsfeier für ausgewählte Gäste. Am 12. September 2017 hießen der Vorstand von ARRI und Mitglieder der Eigentümerfamilie Stahl rund 100 Persönlichkeiten, darunter langjährige Kunden, Partner und Weggefährten aus der weltweiten Filmindustrie, willkommen.

Der Vorstand von ARRI und Mitglieder der Eigentümerfamilie Stahl hießen rund 100 Persönlichkeiten im Isarforum in München willkommen

„Mit dieser besonderen Jubiläumsfeier möchten wir Ihnen für die langjährige, intensive und sehr gute Zusammenarbeit danken und auf eine erfolgreiche, gemeinsame Zukunft anstoßen“, erklärte Franz Kraus, Technikvorstand der ARRI Gruppe, bei seiner Begrüßung. Und weiter: „ARRI legt seit Anbeginn großen Wert auf enge Beziehungen zu den Kreativen. Durch den intensiven Kontakt zu Filmemachern erhalten wir wichtige Anregungen, die wir unmittelbar in die Entwicklung und Verbesserung unserer Produkte und Dienstleistungen einfließen lassen können. Schließlich wollen wir Ihnen genau die Technologien bieten, die Sie für die Umsetzung Ihrer Ideen benötigen.“

Dr. Jörg Pohlman, der als Vorstand das operative Geschäft verantwortet, ergänzte: „Bei ARRI trafen die Leidenschaften für Film und Technik schon immer aufeinander. Das war früher so, und derselbe Enthusiasmus ist noch heute bei ARRI zu spüren.“ Und hielt fest: „Von Hollywood bis Bollywood: Mit rund 1500 Mitarbeitern an zahlreichen Standorten weltweit ist ARRI inzwischen ein echter Global Player. Wir haben den digitalen Wandel erfolgreich gemeistert, doch die Digitalisierung hält noch jede Menge weitere Herausforderungen parat. Innovationen für unsere Kunden zu entwickeln, bleibt daher Kern all unserer Bestrebungen.“

Bei der Jubiläumsfeier in München (v. l.) Franz Kraus (ARRI), Bayerns Medienministerin Ilse Aigner, Münchens Zweiter Bürgermeister Josef Schmid, Moderatorin Nina Eichinger und Dr. Jörg Pohlman (ARRI)

Unter den Gratulanten befanden sich auch bekannte Persönlichkeiten aus der Politik, darunter Bayerns Medienministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin llse Aigner: „ARRI ist seit 100 Jahren ein wichtiger Akteur für den renommierten Medienstandort Bayern und ein wahres Aushängeschild. Die erfolgreichsten Filme kommen auf 14 Oscars, die Technikschmiede aus München kann allein 19 dieser begehrten Trophäen ihr Eigen nennen. ARRI ist heute auf der ganzen Welt aktiv, aber immer noch in Bayern zu Hause. Der Digitalisierung hat sich das Traditionsunternehmen erfolgreich gestellt und wird daher auch in Zukunft ein zuverlässiger und wichtiger Partner der Film- und Fernsehbranche sein.“

Münchens Zweiter Bürgermeister Josef Schmid, Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft sowie Vorsitzender des Kulturausschusses, ergänzte: „Fast kein Kinofilm auf der Welt wird heute gedreht, bei dem ARRI nicht auf irgendeine Art und Weise seine Finger mit im Spiel hatte. Als Münchner können wir stolz sein, dass dieses Traditionsunternehmen Botschafter unserer Stadt ist.“ Was ihn dabei besonders freut: „Sie produzieren viele Produkte selbst, unter anderem auch hier im Herzen von München. Auf diese Art und Weise schaffen und erhalten Sie wichtige Arbeits- und Ausbildungsplätze in unserem Land.“

Es folgte ein abwechslungsreicher, unterhaltsamer und genussvoller Abend, der charmant und professionell von Nina Eichinger moderiert wurde. Zu den Showacts gehörte die Künstlerin Natalya Netselya. Vor Ort malte sie aus Sand Meilensteine der bewegten Firmengeschichte, darunter die Gründung von ARRI durch die beiden filmbegeisterten Teenager August Arnold und Robert Richter am 12. September 1917 in einem ehemaligen Schuhmacherladen in der Münchner Türkenstraße.

Gemeinsam mit den Gästen wurden ARRI Anekdoten ausgetauscht. Regisseur Edgar Reitz etwa erzählt gern die Geschichte, wie der „alte“ Herr Arnold ihm als Studenten die Aufgabe stellte, eine ARRI Kamera auseinanderzunehmen und wieder zusammenzubauen – erst dann würde er sie ihm für seinen Dreh kostenlos zur Verfügung stellen. Edgar Reitz, Sohn eines Uhrmachers, schaffte es – und wurde belohnt. Auch der anwesende Regisseur Joseph Vilsmaier hat eine ganz besondere Verbindung zu ARRI: Er ging dort in den 1950er Jahren in die Lehre.

Regisseur Edgar Reitz (l.) mit Salome Kammer und Dr. Walter Stahl (ARRI)

Diese und viele weitere Erlebnisse rund um ARRI wurden anlässlich des 100-jährigen Jubiläums in der Serie „The Filmmaker´s View“ festgehalten. Als Geburtstagsgeschenk für alle Filmliebhaber weltweit führte ein Team von ARRI über anderthalb Jahre hinweg mehr als 250 Videointerviews mit Filmschaffenden und Zeitzeugen aus aller Welt. Darin schildern renommierte Filmemacher wie Ang Lee, Francis Ford Coppola, Judith Kaufmann, Wim Wenders und Tom Tykwer, wie Technologie ihre künstlerische Arbeit verändert hat. Die Interviews können ab sofort unter 100.arri.com/filmmakersview angeschaut werden. Begleitend zum Filmprojekt erscheint ein Buch mit dem Titel „The Filmmaker´s View“.

Die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von ARRI begannen bereits im Juli mit zwei großen Jubiläumspartys in der Münchner Türkenstraße für Partner und Kunden sowie für Mitarbeiter aus aller Welt. Weitere Jubiläumsevents fanden und finden unter anderem in Amsterdam, Los Angeles, Hongkong, Mumbai und London statt.

Weitere Bilder von der Jubiläumsveranstaltung in München gibt es bei Facebook

Fotos: ARRI/Bernd Wackerbauer