ARRI beim DOK.fest München

Auch 2018 unterstützte ARRI das DOK.fest München, u. a. mit dem ARRI AMIRA Award, der Veranstaltung „Beyond the Images – Camera Day presented by ARRI“ und mit Services von ARRI Media.

Nach zwölf ereignisreichen Tagen mit zahlreichen Vorführungen und Veranstaltungen ging das 33. Internationale Dokumentarfilmfestival DOK.fest München im Mai 2018 zu Ende. Die Organisatoren werten die Zahl von rund 45.000 Besuchern angesichts des sommerlichen Wetters als „ausgezeichnetes Ergebnis“.

Das Publikum sah insgesamt 154 Filme aus 50 Ländern in 19 Münchner Spielstätten. Mehr als zwei Drittel der Dokumentarfilme waren Welt- oder Deutschlandpremieren, über die Hälfte der Filme wurden von den Regisseuren persönlich präsentiert. Die Themen reichten von Kannibalismus über den israelisch-palästinensischen Konflikt und das intime Porträt einer russischen Rhythmusturnerin bis hin zu Leben und Werk des Künstlers Joseph Beuys.

45.000 Besucher nahmen am DOK.fest München teil – was die Organisatoren angesichts des sommerlichen Wetters als „ausgezeichnetes Ergebnis“ werten

Die Veranstaltung „Beyond the Images – Camera Day presented by ARRI“ war ein Höhepunkt des Festivals und lockte zahlreiche Besucher an die Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) München. Auf dem Programm standen Workshops, Foren, Podiumsdiskussionen, eine Masterclass und die Verleihung des ARRI AMIRA Awards für Dokumentarfilme.

Richard Ladkani dreht seinen neuesten Film mit ARRI AMIRA und Master Grips

In diesem Rahmen hielt der Regisseur und Kameramann Richard Ladkani eine spannende Masterclass und sprach ausführlich über die Entstehung seiner preisgekrönten Wildlife-Crime-Dokumentation „The IvoryGame“, die bei Netflix zu sehen ist und die er auf einer AMIRA drehte. „Ich bin ein begeisterter ARRI User“, sagte er dem Publikum. „Die AMIRA ist robust und perfekt ausbalanciert, und wenn sie mit Master Grips ausgestattet ist, werden die Kamera und ich zu einer Einheit.“

Richard Ladkani setzt die AMIRA mit den Master Grips auch für seinen neuesten Film ein – ein Wildlife-Projekt in Mexiko, bei dem auch auf See gedreht wird. „Mit den Master Grips kann ich die Kamera mit der rechten Hand steuern, während ich mich mit der linken Hand am Boot festhalte“, erklärte er.

Stephan Schenk bei der Verleihung des ARRI AMIRA Awards

Der Kameratag endete mit der Verleihung des dritten ARRI AMIRA Awards, mit dem herausragende Kameraarbeit in einem Dokumentarfilm gewürdigt wird. In diesem Jahr gewannen Véréna Paravel und Lucien Castaing-Taylor für „Caniba“. Der Film erzählt die verstörende Geschichte eines Japaners, der eine Mitschülerin vergewaltigte, ermordete und Teile ihres Körpers aß.

Die Jury bestätigte, dass der Film viel vom Publikum abverlangt. „Immer größer wird das eigene Bedürfnis, auf Abstand zu gehen. Wir fühlen uns bedrängt, winden uns regelrecht vor der Leinwand, doch entziehen können wir uns nicht“, heißt es in der Begründung. Und weiter: „Diese unausweichliche Konfrontation schaffen Véréna Paravel und Lucien Castaing-Taylor durch ihre kluge und konsequente Bildgestaltung. Sie zwingen uns, eigenen Grenzen nachzuspüren und sie zeitgleich zu überschreiten.“

Stephan Schenk, Managing Director ARRI Cine Technik und Geschäftsführer der Business Unit Camera Systems, erinnerte bei der Verleihung des ARRI AMIRA Awards an ARRIs lange Geschichte bei der Unterstützung von Dokumentarfilmen. „Dokumentarfilme sind Teil unserer DNA“, betonte er. „Und was wir in unsere High-End-Kinokameras einbringen, bringen wir auch in unsere AMIRA ein, die in preisgekrönten Dokumentarfilmen wie `The Ivor Game` oder `Fuocoammare` erfolgreich eingesetzt wird. AMIRAs bieten die gleiche herausragende Bildqualität und Zuverlässigkeit. Aber sie sind so konzipiert, dass sie den Anforderungen von Einzelanwendern gerecht werden.“ Er wies auch auf wichtiges Zubehör wie die Master Grips hin und bestätigte anhaltende Weiterentwicklungen für die AMIRA inklusive ARRIRAW-Unterstützung.

Bei der Verleihung des ARRI AMIRA Awards (v. l.): Richard Ladkani (Regisseur und Kameramann), Prof. Tom Fährmann (Juror), Prof. Michael Leuthner (Moderator), Ulrike Tortora (Jurorin), Daniel Sponsel (Festivalleiter), Pia Lenz (Jurorin), Stephan Schenk und Markus Dürr (beide ARRI)

ARRI unterstützte das Festival nicht nur inhaltlich und als Preisstifter, sondern auch als Hauptsponsor. Zudem sponsert ARRI Media als Technikpartner die Produktion und Postproduktion der drei offiziellen Trailer und stellt darüber hinaus den Cloudservice Webgate zur Verfügung.

Die Organisatoren bedankten sich bei ARRI und den anderen Partnern für die gute Zusammenarbeit. „Das Kino hat es zunehmend schwerer gegen die Konkurrenz der Streaming-Angebote“, erklärte Festivalleiter Daniel Sponsel. „Aber die große Popularität unseres Festivals beweist, dass die Zuschauer immer noch Dokumentarfilme im Kino sehen wollen.“

Er wertete das DOK.fest München als Erfolg: „Das Festival lockte viele wichtige nationale und internationale Branchenvertreter nach München. Sie besuchten unter anderem den Marktplatz DOK.forum, auf dem neue Projekte initiiert werden, und unsere neue Veranstaltung `Beyond the Images – Camera Day presented by ARRI`. Wir sind sehr zufrieden mit ihrer Reaktion.“

Mehr zum DOK.fest München unter www.dokfest-muenchen.de.

Fotos: DOK.fest (4); Malaika Pictures (1)