Tupac Martir über SkyPanels bei Mode-Events

Tupac Martir über SkyPanels bei Mode-Events

Der bekannte britische Künstler und Lichtdesigner Tupac Martir spricht über den Einsatz von ARRI SkyPanels bei Mode-Events.

Herr Martir, was fasziniert Sie eigentlich an Licht?

Es erlaubt mir, mich zu verstecken! Ich liebe einfach die Möglichkeiten, die Licht bietet. Wie es eine Idee verstärkt oder wie dadurch ein ergreifender Moment entsteht. Ich mag es, wenn das Publikum genau von jenem Augenblick ein Foto macht, den ich mit Licht erschaffen habe. Die meisten Menschen sind sich der Bedeutung von Licht in ihrem Leben gar nicht bewusst. Wie sehr es ihr Gefühl, ihre Stimmung und ihr Verhalten beeinflusst. Wenn ich eine Szene kreiere, werde ich zu einem Teil des Lebens der Menschen. Und dabei wissen sie nicht einmal, dass ich existiere und darüber nachgedacht habe, wie sie sich in diesem Moment fühlen werden. Es handelt sich nicht um eine dunkle Kunst, wie manche vielleicht meinen. Für mich ist es eine schönste Art, zum Leben anderer Menschen zu gehören, ohne sie jemals getroffen zu haben.

Die meisten Menschen sind sich der Bedeutung von Licht in ihrem Leben gar nicht bewusst.“

Sie wurden schon als „Lichtmagier“ bezeichnet. Welches Beleuchtungsprojekt war Ihr bislang aufwändigstes?

Alle Projekte unterscheiden sich in Sachen Aufwand und Kreativität. Manchmal sehen Shows zunächst einfach aus, erweisen sich dann aber als besonders schwierig. Jedes Projekt hat eigene Herausforderungen, ob man nun drei oder 300 Lampen benutzt. Am Ende geht es immer darum, eine Erlebnis zu schaffen.

Auf der Mailänder Modewoche waren Sie für die Beleuchtung des Laufstegs für die Modemarke Emilio Pucci verantwortlich. Welche Herausforderungen sind für Lichtdesigner die größten bei solchen Fashion-Events?

Das Wichtigste dabei ist immer die Kollektion an sich. Wir alle arbeiten daran, die Kleidung so gut wie möglich aussehen zu lassen. Die Fotografen und Kameras am Veranstaltungsort sind dazu da, die unterschiedlichen Looks und Ideen, die der Designer geschaffen hat, zu kommunizieren. Im Zeitalter der sozialen Medien weiß man nie, wer etwas postet und wer zuschaut. Daher ist es sehr wichtig, dass auch solche Bilder sehr gut aussehen. Also geht es darum, einen klaren Blick auf die Kleidung zu ermöglichen, und zwar so, wieder der Designer es sich vorgestellt hat. Das ist das Wichtigste. Alles andere ist nur Betonung oder Dekoration.

Tupac Martir war für die Beleuchtung des Laufstegs für Emilio Pucci verantwortlich – und setzte auf SkyPanels von ARRI

Bei dieser Show arbeiteten Sie mit 50 ARRI SkyPanel S60 C. Wie kam es dazu?

Wir suchten nach einem grafischen Element, das den Raum größer erscheinen lässt und die Bewegung von Anfang an unterstützt. Es ging darum, einen überall gleich aussehenden Laufsteg zu schaffen. Dabei wurde deutlich, dass das durch Licht geschehen muss. Also schaute ich mir verschiedenen Scheinwerfer an und erinnerte mich an die SkyPanels von einem früheren Fernsehdreh. Sie gaben mir die Farbpalette, die ich benötigte. Außerdem sahen sie vor der Kamera sehr sexy aus.

SkyPanels gaben mir die Farbpalette, die ich benötigte. Außerdem sahen sie vor der Kamera sehr sexy aus.“

Welche Eigenschaften und Features des SkyPanels halten Sie für die sinnvollsten?

Das SkyPanel bietet die volle Farbpalette, lässt sich fernbedienen und ist sehr kraftvoll. Das macht es zu einem großartigen Werkzeug für viele verschiedene Anwendungsgebiete. Dabei ermöglicht mir das RDM-Feature, jedes Gerät einzeln anzusteuern und Änderungen in den Einstellungen vorzunehmen, ohne dass ein Techniker dorthin gehen muss.

Bei welchen Projekten arbeiteten Sie noch mit SkyPanels?

Wir nutzten sie zuvor in Großbritannien bei den Dreharbeiten zu einem Werbespot und auf der New York Fashion Week für die Vorstellung der neuen Damenkollektion von Hugo Boss.

Der Laufsteg wird für die Show vorbereitet – und überall gut ausgeleuchtet

Können Sie sich noch an Ihren ersten Moment mit ARRI erinnern?

Ja, es begann mit einem Fresnel-Scheinwerfer und hat sich seitdem weiterentwickelt. Aber es betrifft nicht nur das Thema Licht. Im Studio sind wir große Fans der ALEXA-Kamera und der Objektive.


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