Kanye live – gefilmt mit AMIRA und ALEXA Mini

Kanye live – gefilmt mit AMIRA und ALEXA Mini

Kanye West hat seine dritte YEEZY Modekollektion auf besondere Weise vorgestellt: Er hat die Präsentation mit der Premiere seines neuen Albums „The Life of Pablo” verbunden. Das sensationelle Event fand im ausverkauften Madison Square Garden statt und wurde live übertragen in über 750 Kinos in 26 Ländern sowie online gestreamt. Dafür verantwortlich war Moving Image & Capture (MIC). Regisseur Mark Ritchie von Southpaw Productions entschied sich bei diesem einzigartige Mode-Event für einen Kino-Look. Kameramann Rick Siegel nahm es mit zehn AMIRAs und vier ALEXA Minis auf.

„Ich bin stolz sagen zu können: Ich habe den kompletten kreativen und technischen Workflow vorangetrieben – mit 14 ARRI AMIRAs und ALEXA Minis”, sagt Ritchie. „Ich habe lange darauf gewartet, aber ARRI hat endlich die Lücke geschlossen, die es immer für Storyteller gab, die im Live-Geschäft arbeiten und ihren Zuschauern eine echte Kinoerfahrung bieten wollen.”

Die Kameraausrüstung, die Abel Cine NY zur Verfügung stellte, umfasste eine Mischung aus Steadicam und Handkamera-Rigs (Minis), Stative, Dollies, Tower Cams und Technocranes (AMIRAs). „Die AMIRA und die Mini sind derart solide Kameras”, sagt Ritchie. „Wir haben sie problemlos auf all den verschiedenen Plattformen installiert. Das ist angenehm, denn das Zubehör ist standardisiert. Es gibt keine bösen Überraschungen. Ich möchte in der kreativen Welt bleiben, und ich kann durchdrehen, wenn mir die technische Welt in die Quere kommt. Das passiert nicht mit ARRI Kameras. Das spart Zeit und Energie und Triage.”

I’m very proud to say I've pushed the entire creative and technical workflow to 14 ARRI AMIRAs and ALEXA Minis. It’s been a long time waiting, but ARRI has finally filled the gap for storytellers that work in the live environment who still want to offer a truly cinematic experience to their viewers.

Siegel schuf eine Look Up-Tabelle, die in die Kameras geladen wurde. Die HD-SDI Signale gingen an einen Switcher für Aufnahme, Downsampling und das Multiplexing für das Internet-Streaming. Alle Kameras nahmen außerdem intern ein sauberes LOG C-Signal auf. Die Kameras drehten bei 23.98, das Material wurde bei 59.94 an die Kinos übermittelt – eine beispiellose, herausfordernde Aufgabe. „Wir haben schließlich den perfekten Workflow gefunden, der uns erlaubte, die Umwandlung vorzunehmen, mit der die progressiven Einstellungen perfekt verwoben wurden, ohne Artefakte, so dass der Film an den Satelliten geschickt werden konnte und von da in die Kinos. So etwas wurde live noch nie gemacht”, sagt Ritchie.

Für den Regisseur ist es nichts Neues, bei Live-Events mit Megastars zu arbeiten und unter großem Druck zu stehen. „Ich muss einfach mit ARRI Kameras arbeiten”, sagt Ritchie. „Ihnen wird nach all den Jahren so viel Vertrauen entgegengebracht. Egal ob Madonna oder Barbra Streisand – diese Konzerte wurden mit bis zu 14 ALEXA Kameras gedreht. Mit ARRI ist es noch nie schief gegangen.”

Für Ritchie muss beides zusammenkommen: erstaunliche Bilder und technologische Sicherheit. „Ich bin bereit für Herausforderungen und Probleme, mit denen keiner rechnen kann, aber deshalb muss eben auch alles perfekt sein”, sagt Ritchie. „Ich muss in der Lage sein, mich auf die kreativen Anforderungen zu konzentrieren und mir nicht auch noch Sorgen wegen der Technik zu machen. Bei diesen Rahmenbedingungen ist das ein Muss – alles passiert ja so schnell.”

Er rechnet es Moving Images & Content hoch an, dass die Firma ihm die Möglichkeit gab, eine derart große Produktion anzugehen. „Heutzutage passiert das nicht oft, dass man derart große Träume haben darf und dann die absolute Unterstützung bekommt, sie in die Realität umzusetzen”, sagt Ritchie. „Meine Kundin Quynh Mai, die Besitzerin von MIC, und Produzent Kori Shadrick haben mir sehr geholfen, unseren Workflow in Sachen Kreativität und Kamera umzusetzen. Quynh war entscheidend dafür, die Bedeutung zu vermitteln, die der Look & Feel der Show haben müsste – wie eine eigene Figur in einer Inszenierung.

Ritchie arbeitete wieder mit Corrino Films zusammen, um ihr proprietäres Cinematic View nutzen zu können. Die Firma hat ihren Hauptsitz in Amsterdam und Büros in Venice, Kalifornien. Er betrachtet Corrino als Pioniere im Kino-Live-Storytelling, und ihre Expertise war für den Erfolg des Projekts entscheidend.

„Große Träume enden oft, wenn es an ihre Umsetzung geht. Von Corrinos Produzenten bis zu den Engineers, sie alle verstehen, wie wichtig meine Entscheidungen sind, bestimmte Kameras, Objektive und Zubehör zu verwenden, denn sie sind selbst Storyteller und Filmemacher. Der Dreh war technisch makellos. Mit der Ausnahme, dass Kanye damit das Internet in die Knie gezwungen hat”, sagt er lachend und verweist auf den massiven Internet-Traffic während des Live-Streams. „Es war das perfekte, kreative Gewitter.”