Video-Interviews mit Kameraleuten in Cannes

Video-Interviews mit Kameraleuten in Cannes

Die Kameraleute, die im Strandpavillion von Director’s Fortnight vorbeischauten, wo ARRI zu seinem jährlichen Cocktail Event einlud, wurden zu kurzen Videointerviews gebeten. Darin berichteten sie, wie sie ARRI Technologie bei den Filmen einsetzten, die in diesem Jahr im Wettbewerb laufen.

Nicolas Bolduc CSC at Cannes 2016

Cinematographer Nicolas Bolduc CSC speaks with ARRI at the 69th Cannes Film Festival about shooting Kim Nguyen’s film TWO LOVERS AND A BEAR with ALEXA in freezing conditions in Canada. Photos courtesy of Max Films / Philippe Bosse.

TWO LOVERS AND A BEAR
Kim Nguyens TWO LOVERS AND A BEAR lief in Cannes in der Sektion Director’s Fortnight. Der Film erzählt von einem Mann und einer Frau, die in einer eiskalten Stadt in Kanada schwierige Leben führen. Kameramann Nicolas Bolduc (CSC) drehte mit der ALEXA, und er berichtet: „Es gab eine Sache, die Kim mit dem Film wirklich herauszuarbeiten versuchte: Er wollte eine Balance schaffen zwischen der Schönheit der Natur und der Landschaft, in der wir gedreht haben, und der irgendwie trashigen Umgebung, in der die Leute in den Städten leben … Die Wahrheit ist: Die ALEXA war die beste Kamera, die wir überhaupt haben konnten, denn selbst bei minus 40 Grad haben wir sie nie abgedeckt … Sie ist nie abgestürzt, hat nie aufgehört aufzunehmen … Die Menschen hatten tatsächlich mehr Probleme als die Kamera.“

Vladan Radovic AIC at Cannes 2016

Cinematographer Vladan Radovic AIC speaks with ARRI at the 69th Cannes Film Festival about working on director Paolo Virzì's new comedy drama film LIKE CRAZY (LA PAZZA GIOIA), which was captured with ALEXA. Photos coutesy of Paolo Ciriello.

LIKE CRAZY (LA PAZZA GIOIA)
Paolo Virzìs Film lief in Cannes in der Sektion Director’s Fortnight. Er erzählt die Geschichte zweier Frauen, die aus einer psychiatrischen Klinik in der Toskana ausreißen. Kameramann Vladan Radovic (AIC) drehte den kompletten Film mit der ALEXA als Handkamera, außerdem verwendete er ARRI SkyPanel LED Softlights. Er sagt: „Ich bin mit Filmmaterial aufgewachsen, und als ich zur ALEXA wechselte, war ich etwas besorgt, ob ich damit alles machen konnte wie mit Film. Aber die ALEXA und ARRIRAW geben mir diese Möglichkeit: alles zu tun, was ich tun möchte … Oft wechselte die Stimmung innerhalb einer Szene … Dafür änderte ich die Lichtfarbe während des Drehs. Ich folgte den Schauspielern mit warmem Licht, und im richtigen Moment änderte ich die Lichtfarbe und setzte die Szene fort … Ich verwendete das ARRI Panel, mit dem man die Farbtemperatur ändern kann.”

Guillaume Deffontaines AFC at Cannes 2016

Cinematographer Guillaume Deffontaines AFC speaks with ARRI at the 69th Cannes Film Festival about working with ALEXA cameras and ARRI/ZEISS Master Anamorphic lenses on Bruno Dumont’s film SLACK BAY (MA LOUTE). Photos courtesy of Roger Arpajou.

SLACK BAY (MA LOUTE)
Bruno Dumonts SLACK BAY (MA LOUTE) ist eine Komödie, die an der französischen Küste im Jahr 1910 spielt. Sie lief im offiziellen Wettbewerb. Kameramann Guillaume Deffontaines (AFC) arbeitete mit ALEXA Kameras und ARRI/ZEISS Master Anamorphic Objektiven, und er berichtet: „Wir haben diese Autochromes der Brüder Lumière gefunden, die ungefähr 1908 entwickelt wurden, und diese Farbfotografien waren der Schlüssel für unseren Look … Ich habe die Kamera [ALEXA] an ihre Grenzen gebracht, wir drehten bei ungefähr 2.000 ASA … um eine Art natürliches Korn zu schaffen, das aus der Kamera kommt, und das uns ermöglichen würde, auf Korn in der Postproduktion zu verzichten … Ich verwendete die Master Anamorphics bei T2 und stellte fest, dass alle Hintergründe, sogar bei Totalen, unscharf wurden. All diese kleinen Details kamen dem Effekt sehr nahe, den wir bei den Autochromes feststellten.”

Natasha Braier ADF at Cannes 2016

Cinematographer Natasha Braier ADF speaks with ARRI at the 69th Cannes Film Festival about her experiences capturing with ALEXA on Nicolas Winding Refn’s new film NEON DEMON. Photos courtesy of Gunther Campine.

THE NEON DEMON
Nicolas Winding Refns THE NEON DEMON, eine elegante Mischung aus Thriller und Horrorfilm, spielt in der Modewelt. Der Film lief im Hauptwettbewerb von Cannes. Kamerafrau Natasha Braier (ADF) drehte mit der ALEXA, und sie sagt: „Das war der erste Film, den ich digital drehte – das machte mir ein wenig Angst. Auch wenn ich an vielen Werbespots gearbeitet habe, habe ich bislang alle Spielfilme auf Film gedreht … Natürlich gab es für mich keinen Zweifel: Wenn ich digital drehe, dann mit der ALEXA. Von meinen digitalen Aufnahmen bei Werbespots und Musikvideos wusste ich, dass die ALEXA die Kamera ist, die eher den Look erzeugt, den ich von Film gewohnt bin, und dass sie für Hauttöne vorteilhafter ist, auch um bei den Mädchen den porzellanartigen Hautton hinzubekommen. Für mich gab es also keinen Zweifel, dass das die richtige Kamera ist.”

Sébastien Godefroy at Cannes 2016

Cinematographer Sébastien Godefroy speaks with ARRI at the 69th Cannes Film Festival about shooting Sébastien Betbeder’s feature film LE VOYAGE AU GROENLAND with AMIRA and ARRI/ZEISS Ultra Prime lenses. Photos courtesy of Envie de Tempête Production.

LE VOYAGE AU GROENLAND
Sébastien Betbeders Dokumentarfilm handelt von zwei Schauspielern, die nach Grönland reisen. Er lief in Cannes in der Sektion ACID. Für den schwierigen Dreh vor Ort wählte Kameramann Sébastien Godefroy eine AMIRA Kamera und ARRI/ZEISS Ultra Prime Objektive. Er sagt: „Der Film ist mit zwei unterschiedlichen filmischen Methoden entstanden: Die eine entsprach dem Kinostil, mit Stativ, ohne Dollys, nur mit festen Einstellungen. Die andere glich eher dem Dokumentarstil, mit Handkamera. Zwei Methoden, die einander in einer bestimmten Weise abstoßen. Wir machten einige weitreichende Tests: Wir gingen mit der AMIRA zu einem Hersteller von Tiefkühlgerichten und fragten, ob wir in seinen Kältekammern drehen dürfen. Die Temperaturen lagen darin bei minus 27 Grad. Der Test dauerte den ganzen Tag, und die Kamera lief nicht nur, sie hat auch völlig normal auf Start und Stop-Befehle reagiert. Das hat mich ganz schön beeindruckt.”

Michael Zaw at Cannes 2016

Cinematographer Michael Zaw speaks with ARRI at the 69th Cannes Film Festival about using ALEXA to help create a documentary look on K Rajagopal’s feature film A YELLOW BIRD

A YELLOW BIRD
K Rajagopals Spielfilm-Debüt A YELLOW BIRD erzählt von einem Schmuggler, der aus der Haft in Singapur entlassen wird. Der Film lief in Cannes in der Sektion „Kritikerwoche”. Kameramann Michael Zaw verwendete die ALEXA, um einen dokumentarischen Look zu schaffen. Er berichtet: „Ich habe mit [dem Regisseur] vor diesem Film schon viele Dokumentarfilme gedreht … So hatte ich schon eine Vorstellung, wie ich diesen Film angehen könne. Wir haben uns für einen etwas dunkleren Look entschieden – man muss Intensität schaffen, und man muss immer die Geschichte unterstützen. Ich denke, das richtige Wort ist Grobkörnigkeit. Wir haben nach einer Kamera gesucht, die mir bei niedrigen Lichtverhältnissen Zuversicht vermitteln würde … Ich hatte das Glück, mit der ALEXA drehen zu können.”

Pedro Sotero and Fabricio Tadeu at Cannes 2016

Cinematographers Pedro Sotero and Fabricio Tadeu speak with ARRI at the 69th Cannes Film Festival about their work on Kleber Mendonça Filho’s film AQUARIUS, which they shot with ALEXA XT cameras. Photos courtesy of Victor Juca / Cinemascopi / SBS Productions.

AQUARIUS
Kleber Mendonça Filhos Film AQUARIUS lief im Hauptwettbewerb. Er erzählt vom Kampf eines alternden Musikkritikers gegen Bauträger, die seinen Wohnblock abreißen wollen. Die Kameramänner Pedro Sotero und Fabricio Tadeu entschieden sich für ALEXA XT Kameras. Sotero sagt: „Aus Budgetgründen und praktischen Erwägungen war es nicht möglich, auf Film zu drehen. Also entschieden wird uns für die beste Kamera auf dem Markt, und das ist die ALEXA. Sie erschien uns für den Film perfekt geeignet. Mir ihr konnten wir diesen unerklärbaren Kinolook erreichen. ARRI hat dank seines Backgrounds eine robuste Kamera gebaut, und eine solche brauchten wir. Wir haben zwei Monate lang am Strand gedreht, mit Unmengen von Meer, Sand, Salz und Sonne. Und die Kamera blieb robust, ohne jede Störung, ohne jedes Problem.”