Greig Fraser zu „Rogue One: A Star Wars Story”

Greig Fraser zu „Rogue One: A Star Wars Story”

„Rogue One: A Star Wars Story“ ist der erste Film, der komplett mit ALEXA 65 gedreht wurde. Kameramann Greig Fraser (ASC, ACS) verwendete außerdem ARRI SkyPanels.

Der Trailer von „Rogue One“, aufgenommen mit ALEXA 65

„Rogue One: A Star Wars Story“ ist der erste Film, der komplett mit ALEXA 65 gedreht wurde. Kameramann Greig Fraser (ASC, ACS) verwendete außerdem ARRI SkyPanels.

„Rogue One“, der erste Film der „Star Wars Anthology“, hebt sich etwas von den anderen Filmen der Reihe ab. Er erzählt eine in sich geschlossene Geschichte innerhalb der bekannten fiktiven Welt. Felicity Jones spielt die Hauptfigur Jyn Erso, eine neue Rekrutin der Rebellenallianz, die die Pläne des imperialen Todessterns stehlen soll – dieselben Pläne, die Prinzessin Leia im ersten „Star Wars“-Film von 1977 an R2-D2 übergibt.

 

Regisseur Gareth Edwards bot die Kameraarbeit Greig Fraser (ASC, ACS) an. Gemeinsam dachten sie über verschiedene Kameraformate nach. Edwards war zunächst daran interessiert, auf Film zu drehen. Doch Greig Fraser konnte bei einem Besuch bei ARRI in Los Angeles vorab die neue ALEXA 65 begutachten. Das großformatige Kamerasystem, das eine digitale Version des historischen 65-mm-Filmformats bietet, ist exklusiv bei ARRI Rental erhältlich.

„Als es mir gezeigt wurde, wusste ich erst gar nicht, was ich da sah“, erinnert sich Greig Fraser. „Ich erwartete, dass man mir ein System vorführt, das kleiner ist als die Standard-ALEXA – und nicht etwas größer. Aber dann sah ich im Objektivanschluss den Sensor und war total platt, wie groß er ist. Das war einer der Momente, bei denen einem sofort alles klar wird. Ich weiß noch, dass ich dachte: `Okay – das ist der Beginn einer neuen Ära des Filmemachens.`“

Das ist der Beginn einer neuen Ära des Filmemachens.

Danach machte Greig Fraser Kameratests – und wusste die Bilder der ALEXA 65 immer mehr zu schätzen. „Oftmals begreifen die Leute gar nicht so richtig, was das 65-mm-Format für Vorteile hat“, sagt er. „Die Bilder sind schärfer und haben eine höhere Auflösung. Das sind natürlich Vorteile. Doch für mich geht es vor allem um die Tiefe des Bildes – es entsteht eine gewisse Dreidimensionalität. Oft lag die Schönheit an einer Textur. Wir haben herausgefunden, dass die Kamera besonders herausragend ist, wenn wir etwas mit Textur aufnehmen. Das hat die Qualität des Bildes wirklich verbessert.“

Zu dieser Zeit, im Jahr 2014, war noch kein Film vollständig mit der ALEXA 65 gedreht worden. Es war also großes Vertrauen nötig, um sich für dieses System zu entscheiden.

Greig Fraser (ASC, ACS) berichtet von seiner Arbeit mit ALEXA 65

Kameramann Greig Fraser hat mit dem ALEXA 65 System „Rogue One: A Star Wars Story“ und „Mary Magdalene“ gedreht. Bei letzterem setzte er außerdem maßgefertigte Objektive von ARRI Rental ein. Beim Camerimage-Filmfestival 2016 in Polen sprach er mit ARRI über das Kameraformat.

„Ich erinnere mich noch daran, als wir die Idee diskutierten, den ganzen Film mit der 65 zu drehen. Die Produzenten fragten nach unserem Backup-Plan“, erklärt Greig Fraser. „Dieser hätte sein können, einige Szenen auf Film zu drehen. Aber mal ehrlich: Wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Ich habe die Erfahrung gemacht: Wenn ARRI sagt, dass etwas möglich ist, dann ist es auch möglich. Ich habe schon mit ALEXAs gedreht, auf die von Hubschraubern Wind und Sand geschleudert wurde – diese Kameras sind absolut grundsolide. ARRI baut Produkte, die zuverlässig und sicher sind, und sie versprechen nie zu viel. Sie waren zuversichtlich, dass wir den ganzen Film mit der ALEXA 65 drehen können. Ich habe ihnen geglaubt, und wir haben es gemacht. Wir haben uns als Filmemacher auf einen Landungssteg begeben und sind einfach gesprungen.”

 

Greig Fraser wollte bei „Rogue One“ einen Look erreichen, der den Zuschauern gefallen würde, die die ursprünglichen „Star Wars“-Filme kennen. Deshalb entschied er sich, die ALEXA 65 von ARRI Rental mit alten Objektiven aus den 1970er Jahren zu kombinieren. Panavision stellte diese zur Verfügung, ebenso wie Kamerazubehör und Grip. Die Produktion fand in den Pinewood Studios bei London statt. Außerdem wurde on Location in England, auf den Malediven und in Island gedreht.

Bei „Rogue One“ kamen nicht nur Kameras, sondern auch Scheinwerfer von ARRI zum Einsatz. Pinewood MBS Lighting versorgte die Produktion mit einer Vielzahl an ARRI SkyPanels. Das Unternehmen verfügt über einen der umfangreichsten Bestände an diesen LED-Softlights weltweit und stellte diese auch für andere große, demnächst ins Kino kommende Produktionen zur Verfügung, darunter „Life“, „Die Mumie“ und „Star Wars: Episode VIII“. Beim letztgenannten Film waren über 1000 SkyPanels im Einsatz.

Ich habe schon mit ALEXAs gedreht, auf die von Hubschraubern Wind und Sand geschleudert wurde – diese Kameras sind absolut grundsolide.

Die Dreharbeiten von „Rogue One“ fanden 2015 statt, die Postproduktion ein Jahr später, und im Dezember 2016 fand der weltweite Kinostart statt. Greig Fraser besuchte die Premiere: „Ich fand, dass der Film erstaunlich aussieht. Die Totalen sind großartig, die Nahaufnahmen sind großartig, und alles hat einfach diese Tiefe, diese Dreidimensionalität. Ich denke, in zehn bis 15 Jahren wird das ein Standardformat sein. Das ist meine Vorhersage.“

 

Nachdem er „Rogue One“ abgeschlossen hatte, drehte Greig Fraser mit der ALEXA 65 den Bibelfilm „Mary Magdalene“ von Garth Davis. Bei dieser Produktion kombinierte er die Kamera mit maßgefertigten Objektiven von ARRI Rental sowie mit eigenen Linsen – das zeigt, wieviele verschiedene Objektiv-Lösungen mit diesem System möglich sind.