Paul Sommers über den neuen Look von EMPIRE

Paul Sommers über den neuen Look von EMPIRE

EMPIRE, das erfolgreiche Musikdrama von Fox, erhielt in der zweiten Staffel einen völlig neuen Look. Die Produzenten engagierten ein neues Team, um die überreiche, extravagante Welt des Hip-Hop Moguls Lucious Lyon und seiner aufsässigen Familie zu erschaffen. Kameramann Paul Sommers (BOSCH, RECTIFY, THE ORIGINALS), Production Designer Chase Harlan und Kostümbildner Paolo Nieddu stießen zum Team. „Die Produzenten wollten den Look attraktiver machen“, sagt Sommers, der die Serie mit ARRI ALEXA und ALEXA Mini drehte. „Sie wollten alles ein bisschen größer und opulenter haben.“

Ein wichtiger Teil von Sommers Vorgehen ist, ein Look Book zu entwerfen. „Bei dieser Produktion waren DREAM GIRLS und AMERICAN GANGSTER meine Referenzen“, sagt er. „Die Serie zeigt eine interessante Welt, denn Lucious und Cookie sind in schwierigen Verhältnissen groß geworden, und jetzt sind sie Milliardäre, er ist ein Superstar. Diese Spannung finde ich wirklich interessant, und sie treibt die Handlung immer wieder voran.“

Die aufwendigen Musiknummern sind in EMPIRE von zentraler Bedeutung. Auch hier bewegt sich Sommers auf gewohntem Terrain, da er früher als Steadicam Operator bei ungefähr 400 Videoproduktionen arbeitete. „Die Musik ist eine wunderbare Abwechslung von den Schauspielszenen“, sagt er begeistert.

„Es macht so viel Spaß, Musikszenen zu drehen.“ Es sei auch die perfekte Gelegenheit gewesen, die brandneue ARRI Mini zu nutzen, sagt er. Sie wiege auf der Steadicam „ungefähr sieben Pfund weniger” als eine ALEXA. „Es lässt sich nicht verhindern, dass man vierminütige Songs sieben, acht Mal hintereinander dreht“, erklärt er. „Wenn ich da ein paar Pfund weniger auf dem Rig habe, wird die Arbeit besser. Die Mini spielte bei den Musikperformances eine große Rolle.“

Die Mini hat alle Probleme beseitigt, die mit Auto-Rigs, Handkamera oder Aufnahmen auf Kränen und Dronen möglich gewesen wären. Ich musste in Sachen Bildqualität keinerlei Zugeständnisse machen. Die Mini hat Probleme beim Rigging minimiert und mir ermöglicht, die Kamera in verrückten Positionen zu befestigen.

„Die geringe Größe des Kameragehäuses“ habe „einen riesigen Unterschied bedeutet”, sagt Sommers. „Die Mini hat alle Probleme beseitigt, die mit Auto-Rigs, Handkamera oder Aufnahmen auf Kränen und Dronen möglich gewesen wären. Ich musste in Sachen Bildqualität keinerlei Zugeständnisse machen. Die Mini hat Probleme beim Rigging minimiert und mir ermöglicht, die Kamera in verrückten Positionen zu befestigen.“

Er hat sich bei dieser Sendung für ARRI/ZEISS Master Prime Objektive und Fujinon Premier Zoom Objektive entschieden. Letztere würden besser zu den Master Primes passen als alle anderen, sagt er. „Wenn wir mit Dolly drehten, verwendeten wir immer die Zooms – und ansonsten die Master Primes“, sagt er.

Sommers hat einige originelle Looks für die Serie entwickelt, und er zieht seinen Hut vor dem Rental-Unternehmen Keslow, das ihm dabei geholfen hat. Zum Beispiel bei seiner Idee, einen motorisierten Sternenfilter zu entwickeln, für einen traumartigen Look in einer Szene, die spät nachts in einer Striptease-Bar spielt. Keslow habe in drei Tagen einen Arbeitsprototyp entwickelt, sagt er. „Wir arbeiteten an dem Drehtag mit drei Kameras, also haben sie drei Filter für mich entwickelt“, sagt er. „Und sie waren von der Idee genauso begeistert wie ich. Für mich ist das von unschätzbarem Wert, ein Rental-Unternehmen zu haben, das ebenso bereit ist wie ich, sich auf Neues einzulassen. Keslow hat mich nie enttäuscht.“

EMPIRE wird in Sommers’ Heimatstadt Chicago gedreht, und so traf er auf eine vertraute Crew. „Ich kenne so viele Kollegen schon seit Jahren: den Oberbeleuchter Gene Credidio, John Hudecek, der für die Kamerabühne zuständig ist, die Kameraoperateurin Jody Williams und so viele andere“, sagt er. „Es ist absolut wundervoll, wieder in Chicago zu drehen.“ Die Beleuchtung von EMPIRE verlangte nach einem recht großen Lichtequipment, insbesondere bei den großen Musiknummern, sagt Sommers, und er hebt besonders Dimmer Board Operator Jared Moore hervor: „Jared war für mich während der ganzen Produktion von großer, großer Bedeutung.“

Die ganze Kooperation, Technik und Kunstfertigkeit fügen sich bei den vielen außergewöhnlichen Musiknummern zusammen. Sommers betont, wie eng er mit Harlan und Nieddu hinsichtlich Farbe, Textur und übergreifenden Themen zusammenarbeitete. „Die Garderobe ist so bedeutend für die Serie“, sagt er. „Lucious und Cookie tragen ausschließlich Designer-Kleidung, alles maßgefertigt. Und ich mache bei der Beleuchtung Dinge, die darauf eingehen, was der Production Designer macht.“

Einer der anspruchsvollsten Momente der zweiten Staffel war an einem Drehtag für Episode 13 gekommen. „Wir nahmen drei Live-Performances im Rialto Theatre auf, mit über hundert Scheinwerfern in Bewegung, LED Leinwänden, Choreographie, drei verschiedenen Lighting Pilots und Programmen, die wir bedienen mussten, sowie fünf Kameras“, sagt er. „Und zu alldem mussten wir drei Szenen und 300 Extras drehen. Das muss einer der anstrengendsten Drehtage gewesen sein, die ich je erlebt habe. Insgesamt ist die Herausforderung, einen klaren Kopf zu bewahren, wenn man vier Monate am Stück arbeitet und nur drei, vier Stunden Schlaf pro Nacht bekommt“, fügt er an. „Das ist am schwersten – aber auch am lohnendsten. Wenn es gut läuft, ist es das beste Gefühl der Welt.“

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