ALEXA XT Studio

ALEXA XT Studio

Merkmale der ALEXA XT Studio

Optischer Sucher
Nichts ist bei Dreharbeiten so komfortabel, präzise und effizient wie ein optischer Sucher, weil auf dem Aufnahmeobjektiv helle und scharfe Vollfarbbilder angezeigt werden. Da optische Sucher keine Bewegungsunschärfe aufweisen, kann der Fokus bei Bewegungsabläufen leicht beurteilt werden.

Bei elektronischen Suchern muss das Bild des bildgebenden Sensors immer verarbeitet werden, bevor es im Sucher angezeigt werden kann. Dies führt zu einer Verzögerung, die beim elektronischen Sucher EVF-1 von ARRI bei unter einem Frame liegt, bei elektronischen Suchern anderer Hersteller aber um ein Vielfaches darüber liegen kann. Insbesondere beim Drehen von Musikvideos oder bei der Fernsteuerung einer Krankamera kann das verwirrend sein.

Optische Sucher zeigen eine natürliche Bewegungsdarstellung, sind in der Farbtreue exakt und beim Weißabgleich der Szene präzise. Der Bediener sieht genau, was passiert, wenn es passiert. Darüber hinaus werden die Augen mit dem optischen Sucher weniger belastet. Für Kameraleute ist es von unschätzbarem Vorteil, im Sucher die Lichtverhältnisse beurteilen und selbst bei ausgeschalteter Kamera arbeiten zu können. Es spart enorm viel Zeit, bereits vor dem Einschalten der Kamera die passenden Objektive auszuwählen, die Arretierung, Probeaufnahmen, das Ausleuchten oder Szenenproben vorzunehmen. In Situationen, in denen das Bild für den optischen Sucher einfach zu dunkel ist, kann die ALEXA XT Studio schnell mit dem elektronischen EVF-1-Sucher von ARRI bestückt werden.

Rotierender Spiegelverschluss
Beim Spiegelverschluss befindet sich ein kontinuierlich rotierender Spiegel in einem bestimmten Winkel zum Sensor. Die Hälfte der Zeit reflektiert er das Licht in den optischen Sucher und die andere Hälfte zum Sensor. Dadurch macht der Spiegelverschluss den optischen Sucher erst möglich und bestimmt die Belichtung. Ein Spiegelverschluss hat zwei Vorteile: Zum einen zeigt er nicht die Rolling-Shutter-Verzerrungen elektronischer Blenden und zum anderen liefert er genau wie Filmkameras eine natürliche Bewegungsdarstellung.

Motorisierter ND-Filter
Eine verschlossene Schiebevorrichtung platziert entweder einen Clear-Filter oder einen 1.3 ND-Filter (4.3 Blendenstufen) hinter den Spiegelverschluss vor dem Sensor. Der ND 1.3 sorgt im optischen Sucher für ein helles Bild, dabei dimmt er nur das auf den Sensor fallende Licht.

Integrierte Fernsteuerungsfunktionen
Mit ihrer eingebauten Funk- und Objektivmotorelektronik wird mit der ALEXA XT Studio die Arbeit am Set schneller und effizienter. Schließen Sie die Objektivmotoren von ARRI direkt an die Kamera an, schalten Sie das kabellose Handgerät (beispielsweise die WCU-4) ein und beginnen Sie mit den Aufnahmen. Durch die Integration der Infrastruktur der kabellosen Fern- und Objektivsteuerung in die Kamera wird nicht nur Zeit, sondern auch Gewicht gespart. Eine Konfiguration aus ALEXA XT und einem externen Motorsteuergerät benötigt eine zusätzliche Verkabelung und ist insgesamt schwerer. Die Kompatibilität mit Handgeräten von ARRI wie der WCU-4 sowie mit dem Cmotion-Handgerät sorgt für extreme Flexibilität.

 

Eigenschaften aller Modelle der ALEXA XT

Flächendeckende Aufzeichnung: Open-Gate-Sensormodus
Der Open-Gate-Modus ist ideal für VFX-Aufnahmen, da er die gesamte Sensorfläche der ALEXA nutzt, aber auch für die Skalierung auf 4K, für die Repositionierung, Größenänderung, Drehung oder Stabilisierung von Bildern. Manche Nutzer verwenden Open-Gate als ihr bevorzugtes Aufzeichnungsformat, andere wiederum drehen in 16:9 oder 4:3 und nur bestimmte Szenen in Open-Gate.

Mit dem 4: 3-Sensormodus wirklich anamorphotisch
Für eine optimale Nutzung anamorphotischer Objektive sind alle Modelle der ALEXA XT mit einem Open-Gate-Sensor in gleicher Größe und Form eines Frames des Super-35mm-Filmformats ausgestattet – ein Alleinstellungsmerkmal der Digitalkameras mit dem Namen ALEXA. Das 4:3-Sensorformat ist entscheidend für den einzigartigen und filmtypischen Breitbild-Look, dessen Ursprung in die CinemaScope-Filme der 1950er zurückreicht. Dieser Look wurde von Kameraleuten, Regisseuren und vom Publikum für lange Zeit gleichermaßen geschätzt. Um anamorphotische Bilder bequem – d.h. ohne Stauchung – anschauen zu können, ist in allen Kameras des Typs ALEXA XT eine Lizenz für das anamorphotische De-Squeeze enthalten.

Die nachstehenden Abbildungen zeigen die Sensorfläche für Aufnahmen mit anamorphotischen Objektiven. Da ein anamorphotisches Objektiv das CinemaScope-Bild im Format 2.39:1 um die Hälfte staucht, muss die Sensorfläche ein Seitenverhältnis von 1.195:1 haben. Wie auf dem linken Bild zu sehen, sind hierfür sowohl der Film (orange) als auch der ALEXA-Sensor (blau) vertikal ausreichend groß genug. Da Film und ALEXA Sensor fast gleiche Abmessungen haben, exponieren sie den anamorphotischen Objektiven den gleichen Bildwinkel, was für Kameraleute eine willkommene Nachricht sein wird. Erfolgt dagegen der Anschnitt für das erforderliche 1.195:1-Seitenverhältnis aus der 16:9-Sensorfläche (rechtes Bild), entsteht eine deutlich kleinere Sensorfläche (grauer Bereich) mit weniger lichtempfindlichen Bereichen und einem anderen, für Kameraleute ungewohnten Bildwinkel.

Platz für VFX-Markierungen im 4:3-Sensormodus
Der 4:3-Sensor eignet sich auch für Dreharbeiten mit sphärischen Objektiven, da dabei Markierungen für die Postproduktion ober- und unterhalb des Bildes gesetzt werden können. Diese Aufnahmetechnik ist bei Kinofilmen mit zahlreichen visuellen Effekten häufig anzutreffen. Alternativ kann der Extraplatz für das Reframing in der Post genutzt werden, ähnlich wie bei Aufnahmen auf 4-Perforation-35mm-Film.

ARRIRAW – schneller, leichter und erschwinglicher
Zur Ausrüstung aller Kameramodelle der ALEXA XT gehört das neue XR-Modul (Xtended Recording), ein Panel für die Gehäuseseite der Kamera, das in Zusammenarbeit mit der Firma Codex als Ersatz für das bisherige SxS-Modul entwickelt wurde. Das XR-Modul ermöglicht eine Aufzeichnung in der Kamera im unkomprimierten und unverschlüsselten Format ARRIRAW mit bis zu 120 fps, und das in der höchsten Bildqualität, die die ALEXA zu bieten hat. Das XR-Modul sorgt nicht nur für ein kleineres, leichteres und günstigeres Kamerapaket, auch die Einrichtung und die Dreharbeiten selbst werden ohne die überflüssige Verkabelung vereinfacht.

Die Aufzeichnung der ALEXA XT erfolgt in ARRIRAW auf außergewöhnlich schnellen und robusten „XR Capture Drives“ mit 512 GB. Dabei kommen weitere Verbesserungen und zeitsparende Funktionen zum Einsatz, etwa die Erfassung der ASC-Color-Decision-List (CDL) und die Speicherung einer Prüfsumme für jeden Frame in den Metadaten. Nach Entnahme des „XR Capture Drives“ aus der Kamera kann das aufgenommene Material mit Hilfe des bewährten Codex-Workflows auf unterschiedlichem Weg – je nach Budget und Zeitfenster – in die Post überspielt werden.

Leistungsstarke und alleinstellende Optionen mit ProRes und DNxHD
Alternativ zu ARRIRAW kann auch in ProRes oder DNxHD in der Kamera aufgezeichnet werden. Die ALEXA XT bietet zwei alleinstellende Aufzeichnungsmöglichkeiten in ProRes: mit ProRes 4444 XQ den ProRes-Codec mit der höchsten Qualität. Und ProRes 3.2K wiederum bietet die ideale Auflösung für eine Skalierung auf 4K UHD oder bietet zusätzlichen Raum für Größenänderung, Reframing, Drehen oder Stabilisieren von 2K- bzw. HD-Bildern. Darüber hinaus sind durch die „XR Capture Drives“ deutlich längere Aufzeichnungszeiten und höhere Geschwindigkeiten möglich: ProRes 4444 erlaubt eine Gesamtaufzeichnungslänge von 107 Minuten (bei 24 fps) und das mit einer Geschwindigkeit von bis zu 120 fps. Eine Aufzeichnung auf Speicherkarten der Formate SxS-PRO oder SxS-PRO+ ist ebenfalls möglich: Mit dem SxS-Adapter kann ProRes oder DNxHD auf einer einzelnen Karte des Typs SxS-PRO oder SxS-PRO+ aufgezeichnet werden, wodurch die Verzeichnislisten bereits vorhandener Karten geschützt werden. Mit dem CFast 2.0 Adapter wiederum kann auf CFast 2.0 Karten aufgezeichnet werden, dem Medium, das auch von der AMIRA, der neuen Kamera für Aufnahmen im Doku-Stil, verwendet wird.

Bei allen Kameras der Typenreihe ALEXA XT ist eine High-Speed-Lizenz für Aufnahmen mit bis zu 120 fps im 16:9-Format sowie mit 96 fps im 4:3-Format enthalten.

Als kleines Extra kann der schwarze Schutzdeckel auf dem XR-Modul durch einen roten, grünen, blauen, gelben oder weißen ersetzt werden, um A-, B-, C-, D-, E- und F-Kameraeinheiten leichter voneinander unterscheiden zu können.



Hochwertige integrierte ND-Filter
Das in der Kamera integrierte Filtermodul IFM-1 bietet erstmals Neutraldichtefilter (ND), die in jeder Dichte eine neutrale Farbbalance bewahren.


Für eine Grafik zur FSND-Spektralempfindlichkeit klicken Sie hier

 


Für eine Ansicht von FSND-Testbildern klicken Sie hier 

Mit den internen ND-Filtern ist eine Grundempfindlichkeit von EI 800 ohne Verwendung externer ND-Filter selbst in hellem Sonnenlicht möglich. Die Filterung hinter dem Objektiv, statt davor, spart Zeit und reduziert Gewicht, Reflexe sowie die Komplexität. Zusätzlich verringert der Filter die Gefahr eines unerwünschten „Narzissmus“ (Selbstreflexion) zwischen der letzten Linse und dem Sensor und schützt den Sensor vor Verschmutzung beim Objektivwechsel.

 
Die FSND-Filter (Full Spectrum Neutral Density), die im Filtermodul IFM-1 verwendet werden, basieren auf einer Reihe von High-Tech-Fertigungsverfahren, die sich erheblich von denen bei üblichen Außenfiltern unterscheiden. Eine spektakulär neutrale Farbbalance in jeder Dichte wird durch eine Breitbandabsorptionsbeschichtung erreicht, die das gesamte Spektrum abdämpft. Um einen hohen Kontrast aufrechtzuerhalten, reduziert eine antireflektierende Mehrschichtvergütung Reflexionen im Inneren der Optik. Ein Sockel aus präzisionsgefertigtem, wasserhellem optischem Glas sorgt mit absolut parallelen Flächen für ein scharfes Bild. Während an allen ALEXA XT Kameras die IFM-Filterhalterung vorinstalliert ist, sind die FSND-Filter in 8 Stärken von ND 0.3 bis ND 2.4 sowie einem Clear-Filter einzeln erhältlich. Die Kameras des Typs ALEXA XT können im Originalzustand direkt ohne Filter verwendet werden. Soll ein FSND-Filter genutzt werden, muss ein IFM-Zwischenring in der Objektivfassung installiert werden.

 

Für ein effizientes Arbeiten am Set sind Objektiv-Metadaten und ein schneller VFX-Workflow von unschätzbarem Wert. Deshalb sind alle Modelle der ALEXA XT mit einem LDS-Objektivanschluss ausgestattet und legen in allen Aufzeichnungs- und Ausgabeformaten eine Fülle von Metadaten an.

Am Set werden Objektiv-Metadaten im Streamingformat für ein Overlay des Bildes auf dem Display der ALEXA, im Sucher oder am „MON OUT“ verwendet. Darüber hinaus können die Objektivdaten am Display der kabellosen Kompakteinheit WCU-4 ganz einfach grafisch angezeigt werden. Gleichzeitig befinden sich auf dem HD-SDI-Bild Objektiv-Metadaten im Streamingformat (als reine Encoder-Impulse sowie als interpretierte Objektivdaten), die auf manchen Monitoren angezeigt oder für virtuelle Set-Anwendungen in Echtzeit genutzt werden können.

Das Compositing in der Postproduktion wird durch die Nutzung der Objektiv-Metadaten in den Dateien aus ARRIRAW, ProRes oder DNxHD erheblich beschleunigt. Durch die Objektiv-Metadaten kann die Computer-Grafik automatisch mit den Bildern des echten Objektivs verknüpft werden. Ein Prozess, der zuvor nur durch langwierige manuelle Anpassungen möglich war. Im Beispiel unten wurde mit Hilfe der Computer-Grafik ein neues Auto (rechtes Bild) in ein Bild eingefügt, das ursprünglich ein Stunt-Auto (linkes Bild) zeigte. Mit den Objektiv-Metadaten wurden Fokus, Schärfentiefe, Perspektive und kleine Verzerrungen des echten Objektivs exakt dupliziert.



Mehr als 42 ARRI Objektivmodelle verfügen über ein integriertes LDS. Hierzu gehören die ARRI/Zeiss Master Primes, das ARRI/Zeiss Master Macro 100, die ARRI/Zeiss LDS Ultra Primes, der ARRI Ultra Wide Zoom UWZ 9.5-18, der ARRI/Zeiss Master Zoom 16.5-110, der ARRI/Fujinon Alura Lightweight Zoom 15.5-45 und der ARRI/Fujinon Alura Lightweight Zoom 30-80. Zum ARRI LDS gehört außerdem der Support des Cooke/i-Systems. Bei allen anderen Objektiven können die Objektiv-Metadaten mithilfe eines ARRI Objektivmotors und einer in der Kamera abgespeicherten Objektivtabelle (Lens Data Archive) gesammelt werden.


CDL-Farbkorrektur-Metadaten sicher in die Postproduktion bringen
Immer mehr Produktionen nutzen Farbkorrektursysteme am Set, damit Kameraleute ein Pre-Grading des Filmmaterials erstellen und kontrollieren können. Bei der Aufzeichnung in ARRIRAW kann die dabei erstellte ASC-CDL (American Society of Cinematographers Color Decision List) automatisch an die ALEXA XT Kameras übertragen und als Metadaten gespeichert werden, die in der Postproduktion schnell und bequem abgerufen werden können.


 

Sucherhalterung VMB-3
Kameraleute schätzen die robuste und solide Sucherhalterung VMB-3, die im Vergleich zum Vorgängermodell komplett neugestaltet wurde und zwei 15-mm Leichtstützrohre nutzt. Durch diese Rohre können Kameraträger, also Stative, Kräne oder Steadicams schnell umgerüstet werden, da Zubehör wie Objektivmotoren oder Schärfeziehvorrichtungen daran montiert werden können und so den Träger nicht überfrachten. Alle beweglichen Teile wurden in einem speziellen Anodisierungsverfahren behandelt. Damit haben sie eine sehr harte und dabei reibungsarme Oberfläche. Mit einer Wasserwaage kann die Kamera schnell nivelliert werden.

Als separates Zubehör ist die Sucherhalterungsverlängerung VEB-3 erhältlich. Sie ist robust und besitzt einen Teleskoparm, der den Sucher stabil hält, wenn die Kamera bewegt wird.

 

Extrem geräuscharmer Lüfter der ALEXA XT
Die ALEXA Kameras gehören bereits zu den leisesten Digitalkameras, doch ein neu verfügbarer Lüfter ist nun sogar noch leiser geworden. ARRI hat ihn bereits in die ALEXA XT Modelle eingebaut. Ein großes Plus vor allem bei besonders leisen und heißen Drehs. Der neue Lüfter ist durch den orangefarbenen Punkt auf der Oberseite schnell erkennbar.

 

 

Merkmale aller Modelle der Baureihen ALEXA Classic und ALEXA XT

Einzigartige Bildqualität
Das ideale Bild besteht aus vielen Teilen: Es hat keine Bildfehler, einen hohen Dynamikumfang, ist scharf und natürlich wiedergegeben, besitzt eine hohe Empfindlichkeit, geringes Rauschen und eine natürliche Farbwiedergabe. Alle ALEXA Kameras liefern ohne großen Aufwand eine einzigartige Bildqualität.

Damit die Bilder in einem organischen Film-Look wiedergegeben werden, sind alle Komponenten der proprietären Bildverarbeitungskette in der ALEXA Spezialanfertigungen auf höchstem Niveau: der optische Tiefpassfilter, der CMOS-Sensor, die Bildverarbeitungs-Engine der Elektronik und die Bildverarbeitungs-Software.

 
Der ALEXA-Sensor liefert Hochkontrastbilder dank seines unübertroffenen Belichtungsspielraums mit mehr als 14 Blendenstufen (gemessen mit dem ARRI Dynamic Range Test Chart), wobei ein besonderes Augenmerk auf die Spitzlichter gelegt wurde. Tatsächlich gehört es zu den schwierigsten Aufgaben aller Sensor-Designer, eine gelungene Abbildung der Spitzlichter hinzubekommen, und wir haben keine Kosten und Mühen für die perfekte Aufbereitung von Spitzlichtern gescheut. Der große Belichtungsspielraum der ALEXA wird in ein „starkes“ DNG (digitales Negativ) umgewandelt. Dies sorgt für mehr Detailinformationen in den Licht- und Schattenbereichen, als dies alle anderen aktuellen Anzeigetechniken vermögen. Die damit erreichte Flexibilität beim Anzeigen von Farbkorrekturen ist enorm, was die ALEXA Bilder zukunftssicher im Hinblick auf die Anzeigegerätetechnik von Hochkontrastbildern (HDR) macht.


Für eine bildliche Darstellung des Belichtungsspielraums der ALEXA klicken Sie hier

Aufgrund der überragenden Bildqualität der ALEXA ist eine Skalierung (Up- oder Downsampling) ihrer Bilder für spektakuläre Ergebnisse in HD, 2K, 4K UHD oder 4K Cine problemlos möglich.

Die hohe Empfindlichkeit der ALEXA und ihr entgegenkommendes Verhalten hinsichtlich der Konturentreue selbst bei extremer Unter- oder Überbelichtung machen die Arbeit mit ihr wirklich einfach. Die einzigartige Farbverarbeitung der ALEXA wurde von den gleichen Bildverarbeitungsexperten von ARRI entwickelt, die auch am ARRILASER und ARRISCAN gearbeitet haben. Sie sind also gleichermaßen vertraut mit der Farbwissenschaft im Film- wie im Digitalbereich. Die ALEXA liefert Naturfarben, perfekt aussehende Hauttöne und eine großartige Farbtrennung. Darüber hinaus bietet sie fantastische Möglichkeiten für das Handling von unterschiedlichen Farbtemperaturquellen.


Effiziente und vielseitige Workflows
Die ALEXA ist die effizienteste und vielseitigste Option für die Aufzeichnung und den anschließenden reibungslosen Transport von Bildern, Audio- und Metadaten über alle Produktionsprozesse hinweg. Dafür sorgen zahlreiche Aufzeichnungsoptionen innerhalb der Kamera, die Unterstützung nativer Codecs der beliebtesten nichtlinearen Schnittsysteme sowie umfassende Metadaten, ein integriertes Farbmanagement und eine Pre-Recording-Option. Ob Sie also eine Low-Budget-TV-Serie oder Scorseses nächsten großen Hollywood-Spielfilm drehen möchten, die ALEXA können Sie ganz nach Belieben konfigurieren. Übrigens ist sie auch ideal für den Verleih, denn dort kann ein und dasselbe Produkt für die unterschiedlichsten Kundenwünsche genutzt werden.


Einfache und sichere Bedienung
Wir wissen, wie das ist, um 4 Uhr morgens im Regen nach einer langen Nacht Änderungsversuche an der Bildfrequenz und dem Verschlusswinkel zu unternehmen. Wir wissen, dass eine Kamera einfach zu bedienen sein muss, und dass alle ihre Komponenten nur eins sicherstellen sollen: dass Sie ein gutes Bild bekommen – und zwar unter allen Umständen. Die Benutzeroberfläche der ALEXA ist intuitiv und schnell zu bedienen. Menü, Schaltflächen usw. befinden sich an allen Modellen der ALEXA an der gleichen Stelle, ohne die Notwendigkeit sich innerhalb des Kameratyps umzugewöhnen. Die Kamera-Hardware ist perfekt für die ergonomische Handhabung am Set konzipiert. Sie bietet eine integrierte Schultermulde, jede Menge Zubehör wie die Low-Mode-Platte LMS-3, die Fernbedienungseinheit RCU-4 oder die kabellose Kompakteinheit WCU-4. Selbst an kleinste Details wurde gedacht, wie die unterschiedlich geformten Profile über einigen Tasten, die es dem Nutzer erleichtern, die Tastenposition der Kamera selbst bei schlechten Lichtverhältnissen blind zu erfühlen.

Die ALEXA Kameras sind das Resultat der langen Kameratradition von ARRI. Wir sind mit den manchmal unwirtlichen Drehbedingungen vertraut, die unsere Kameras durchstehen müssen. Deshalb ist die ALEXA robust und zuverlässig gebaut. Sie bietet ein abgedichtetes Elektronikgehäuse, ein einzigartiges Kühlsystem und den stabilsten Objektiv-/Sensorhalter den die deutsche Ingenieurskunst hervorgebracht hat.

Die Kameraelektronik ist in einem abgedichteten Gehäuse mittig in der Kamera untergebracht. Die vom Sensor und der Elektronik erzeugte Hitze wird über Wärmeröhren zum Kühler geleitet, der sich in einem Lüftungsschacht auf der Kamerarückseite befindet. Der Kühler wird von einem einzigen, langsam laufenden und leisen Lüfter gekühlt. Bei Bedarf kann der Lüfter problemlos ausgetauscht werden. Dieses System sorgt selbst bei heißesten Klimaverhältnissen für eine effektive und aktive Kühlung des Sensors und der Platinen. Gleichzeitig wird die Elektronik vor Spritzwasser und Staub geschützt.


Die legendäre Stabilität des "Lens Mount" von ARRI wurde für die ALEXA zusätzlich mit einem neuartigen Design für den Objektiv- und Sensor-Anschluss verbessert. Der Edelstahl-Objektivanschluss ist an einem Abstandstubus – ebenfalls aus Edelstahl – angebracht, der selbst an der Sensoraufnahme befestigt ist und auch die Sensorplatine hält. Die gesamte Einheit sitzt fest am Kameragehäuse. Durch die starke Verbindung zwischen Objektiv und Sensor (alle orangefarbigen Elemente in der zweiten Zeichnung) wird ein extrem stabiles Auflagemaß sichergestellt – selbst wenn heftige mechanische Einflüsse auf das Objektivbajonett einwirken, wie ein schweres, schlecht abgestütztes Zoom-Objektiv. Die Nutzung von Edelstahl hilft gegen minimale Materialausdehnung und -Kontraktion bei sich ändernden Temperaturen.

Bei der ALEXA werden die aufgezeichneten Dateien kontinuierlich geschlossen, um Unwägbarkeiten bei der Aufzeichnung entgegenzuwirken. So sind die Dateien selbst bei Stromausfall geschützt, denn auf den Medien finden sich die lesbaren, unbeschädigten Dateien. Sollte es zu einer Beschädigung einer Metadatendatei kommen, sucht die ALEXA beim nächsten Neustart nach den tatsächlich aufgenommenen Frames und rekonstruiert die Metadaten entsprechend neu, damit Sie weiter auf diesen Medien aufnehmen können. Wir nennen dieses Verfahren "selbstheilende Metadaten".


Offene, zukunftssichere Architektur
Das System der ALEXA basiert auf einer offenen Architektur mit zahlreichen Schnittstellen nach den üblichen Industriestandards und Kompatibilität mit Produkten von Drittanbietern. Damit bieten sich den Filmschaffenden größere Möglichkeiten. Außerdem wird sichergestellt, dass nur die besten Komponenten verwendet werden können. Um die Investition in die ALEXA noch lohnenswerter zu machen, wurde den Kunden eine Fülle von Hardware- und Software-Upgrades zu einem erschwinglichen Preis versprochen und auch geliefert. Das Portfolio an neuen Features wächst stetig weiter.

Vier Hauptkomponenten wurden speziell so konzipiert, dass ein einfaches Upgrade und das Hinzuzufügen neuer Features ermöglicht wird, um die Nutzungsdauer der Kamera auszudehnen.

  • Erstens, um dem rasanten Wandel der Speichertechnologien entgegenzusteuern, ist das in der Kamera integrierte Aufnahmemodul auf der linken Seite der Kamera abnehmbar. Dort befindet sich entweder das SxS-Modul für die Kameras der Serie ALEXA Classic (die mit einem XR-Modul aufgerüstet werden können) oder ein XR-Modul für die ALEXA XT Kameras.
  • Zweitens kann die Kamerasteuerelektronik auf der rechten Seite durch ein Upgrade wie das Plus-Modul ersetzt werden, die eine kabellose Kamera- und Objektivsteuerung bietet.
  • Drittens ermöglicht der austauschbare Objektivanschluss (Exchangeable Lens Mount / ELM) die Verwendung von PL-, PL-LDS- oder Panavision-Objektiven, was für mehr kreative Möglichkeiten sorgt.
  • Und schließlich basieren die Prozessoren der ALEXA auf FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), also einer Technologie, die dafür sorgt, dass die Kamera-Features komplett neu programmiert werden können. So kann jede ALEXA schnell und einfach mit unseren kostenlosen Software-Upgrade-Paketen (SUPs) und den zum Kauf angebotenen Lizenzen auf den neuesten Stand gebracht werden. Mit den bisherigen SUPs kamen bereits spannende Funktionen dazu. Beispielsweise ProRes 2K, ProRes 4:3, Pre-Recording, selbstheilende Metadaten, Kompatibilität mit neuen Steuerungen (z. B. für WCU-4, das Ultra-Weitwinkelzoom UWZ 9.5-18 oder der Kartentyp SxS-PRO+) und Fortschritte in der Bildqualität, wie die stark verbesserten Debayering-Algorithmen. Lizenzen können erworben werden, um eine ALEXA mit High-Speed-Funktionalität, dem De-Squeeze-Modus für anamorphotische Aufnahmen oder den Avid-DNxHD-Codecs nachzurüsten.

Dieses hohe Maß an Kompatibilität gepaart mit der Modularität der Hard- und Software erlaubt uns, die ALEXA Kameras aktuell zu halten. Ein langanhaltender und zuverlässiger Produktzyklus ist damit garantiert.




EVF-1 – elektronischer Sucher für die ALEXA
Dieser Sucher wurde speziell für die Anforderungen professioneller Kameraleute konzipiert. Er bietet eine Bildanzeige mit extrem geringer Verzögerung, eine hohe Bildqualität, exakte Farbwiedergabe und eine Reihe von Funktionen, die von unseren optischen Suchern stammen, darunter ein peripherer Sichtbereich, den wir als "Surround View" bezeichnen.


ADenn ein verlässliches, akkurates Bild von hoher Qualität ist für die Kameraführung das A und O. Das Bild des EVF-1 hat eine hohe Auflösung, hohe Kontraste, geringe Verzerrungen und einen gleichmäßig ausgeleuchteten Sichtbereich. All dies wurde durch ein hochmodernes F-LCOS-Mikro-Display (Ferroelectric Liquid Crystal on Silicon) möglich. Es hat eine Auflösung von 1280 x 768 Pixeln, eine hohe Bildwiederholrate und ein optisches Design aus dem Hause ARRI, das beschichtete Glaselemente nach höchsten Qualitätsanforderungen verwendet. Die zuverlässige Kontrast- und Farbwiedergabe bei allen Temperaturen wird durch eine sorgfältige thermische Stabilisierung des F-LCOS-Displays und der von ARRI entwickelten LED-Beleuchtung gewährleistet.




Der EVF-1 wurde nicht nur entwickelt, um das bestmögliche Bild zu liefern, sondern auch, um die speziellen ergonomischen Bedürfnisse der Bediener zu erfüllen. Selbst bei Verwendung einer Mattebox bei kurzer Brennweite garantieren die kompakten Abmessungen des Suchers, dass das Okular beim Schulterbetrieb auf eine bequeme Position eingestellt werden kann. Die kleine, in sich geschlossene Einheit lässt sich leicht in verschiedenen Positionen anbringen: nach links für den Handheld-Betrieb, nach rechts bei engem Set oder nach hinten über eine Teleskopverlängerung mit Verwendung eines Getriebeneigers.

Die einfache Bedienweise wird durch eine Vielzahl von Hilfsanzeigen im Sucher (und auch am "MON OUT") sichergestellt. Hierzu gehören: voreingestellte und benutzerdefinierte Rahmenlinien, Rechtecke für den Nutzer, Surround-View, Kamerastatus, Falschfarben-Belichtungskontrolle und Fokus-Peaking-Kontrolle, Vergleich zwischen gespeichertem Bild und Livebild, Video "RETURN IN" und ein optionales anamorphotisches De-Squeeze (bei einigen ALEXA Classic Kameras ist hierfür eine Lizenz erforderlich). Die ergonomisch angeordneten Tasten bieten einen bequemen Zugriff auf häufig verwendete Funktionen wie den Zoom und die Falschfarben-Belichtungskontrolle. Der Bediener kann die Suchereinstellungen wie auch die grundlegenden Kameraeinstellungen direkt am EVF-1 verändern.

Die ALEXA und der EVF-1 verbergen ihre Herkunft nicht. Sie wurden so konzipiert, dass sie einige der Funktionen bieten, die bislang nur optischen Suchern vorbehalten waren. Für den Bediener ist dabei die leichte Überdimensionierung des Kamerasensors der wichtigste Aspekt, weil dadurch im Sucher um das Primärbild herum ein Extrabereich (Surround View) entsteht. Darin können Lichtstative, Mikrofone usw. erkannt werden, bevor sie ins Bild geraten und die Aufnahme ruinieren. Darüber hinaus wurde die Bildgröße im EVF-1 so gewählt, dass sie mit der des optischen Suchers der ARRI Filmkameras übereinstimmt.