ARRI Film & TV Newsletter 31/2011   


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Sehr geehrte Kunden, liebe Freunde des Hauses ARRI,

 

anbei finden Sie den ARRI Film & TV Newsletter. Dieses Mal zum Kinostart von Roland Emmerichs Anonymus. In dem opulenten Kinoereignis spekuliert er über die Frage: Wer war der Autor der Stücke, die William Shakespeare zugeschrieben werden?

Der Literatur-Thriller war der erste Kinofilm, der 2010 komplett digital mit dem ARRI ALEXA Kamera-System aufgezeichnet wurde.

 

Und es startet auch Eine dunkle Begierde des kanadischen Regiesseurs David Cronenberg. Ein Film über die Anfänge der Psychoanalyse sowie deren Begründer Sigmund Freud und Carl Jung.

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Beste Grüße senden
Angela Reedwisch und Josef Reidinger


KINOSTART 10. November 2011: Anonymus




Regie: Roland Emmerich
Drehbuch: John Orloff
Kamera:
Anna J. Foerster
Produktion:
Columbia Pictures, Centropolis Entertainment, in Zusammenarbeit mit Studio Babelsberg
Verleih: Sony Pictures Releasing

 

DI Producer: Kenneth Stiller
DI Colorist:
Florian 'Utsi' Martin
Title Design: Lutz Lemke

 

ARRI Services: On Set Services, Digital Intermediate, Title Design, TV Mastering, Digital Cinema Package, Lab

 

ARRI Rental: Kamera, Licht, Bühne


Anonymus ist die erste Regiearbeit, die Emmerich seit langer Zeit wieder in Deutschland realisiert hat. Noch dazu mit einem Thema, das vordergründig so gar nicht zum Ouevre des unbestrittenen Großmeisters des Kolossalkinos zu passen scheint. Doch was mit nur 30 Millionen Dollar in den Studios von Babelsberg von ihm und seinem Team realisiert wurde, braucht hinsichtlich Ausstattung und Effekten den Vergleich mit Hollywood-Produktionen nicht zu scheuen.  

 

Als Produzenten fungierten Roland Emmerich, Robert Leger und Larry Franco, als Executive Producers John Orloff, Volker Engel und Marc Weigert. Ko-Produzenten für Studio Babelsberg waren Charlie Woebcken, Christoph Fisser und Henning Molfenter. Das Drehbuch stammt von John Orloff. Director of Photography war Anna J. Foerster. Columbia Pictures präsentiert Anonymus, eine Centropolis/Anonymous Pictures Limited/Vierzehnte Babelsberg Film GmbH Produktion. Anonymous kommt im Verleih von Sony Pictures Releasing GmbH in die deutschen Kinos.

 

Auch für ARRI ist das mit Spannung erwartete Highlight des Kinoherbstes ein Meilenstein der Unternehmensgeschichte. Schließlich war Emmerichs Literatur-Thriller der erste internationale Kinofilm, der 2010 komplett digital mit dem ARRI ALEXA Kamera-System aufgezeichnet wurde. Drehbegleitung und Postproduktion erfolgten durch ARRI Film & TV in Berlin und München. (On Set Services, Digital Intermediate (DI Producer: Kenneth Stiller, DI Colorist: Florian 'Utsi' Martin), Title Design (Lutz Lemke), TV Mastering, Digital Cinema Package, Lab)

 

Ein ausführliches Interview mit DoP Anna Foerster über die Dreharbeiten am Set von Anonymus finden Sie in der VisionARRI Ausgabe 11 aus 07/2011: http://www.arri.com/news_and_events/visionarri.html





Links: Sebastian Armesto als "Ben Jonson"; Rechts: Vanessa Redgrave als "Elisabeth I"





Links: Jamie Campbell Bower als der junge "Edward de Vere" und Joely Richardson als "Prinzessin Elisabeth Tudor", Rechts: Regisseur Roland Emmerich mit Rhys Ifans während der Dreharbeiten
© 2011 Sony Pictures Releasing GmbH



Shakespeare war nicht Shakespeare. Auf diese Kurzformel ließe sich die neueste Leinwandarbeit von Produzent und Regisseur Roland Emmerich reduzieren, wären da nicht die atemberaubend opulenten Bilder eines elisabethanischen Londons im späten 16. Jahrhundert, die in Anonymus den Hintergrund für einen ungemein packenden Thriller der leisen Töne liefern, in dem Politik zu Literatur und Literatur wieder zu Politik wird.

 

Die Frage nach der wahren Autorschaft der Werke William Shakespeares, von der man sonst annehmen könnte, dass sie eigentlich nur Oxford-Professoren um den Schlaf bringt, wird von Emmerich so spannend erzählt, dass daraus selbst wieder ein Shakespeare-Drama mit allen denkbaren Ingredienzien entstanden ist: Machtgier, Intrige, tragische Liebe, Inzest, Hochverrat und Mord.

 

Dass Emmerich dabei vehement eine literaturwissenschaftliche These verficht, die in der Fachwelt umstritten ist, schmälert nicht das Vergnügen an der Story. Für ihn und seinen Drehbuchautor John Orloff ist Edward de Vere, der 17. Earl of Oxford, der "wahre" Shakespeare und der Mann mit diesem Namen nur ein mittelmäßiger Schauspieler, der für Geld und falschen Ruhm als  Strohmann den Zwecken de Veres dient.

 


KINOSTART 10. November 2011: Eine dunkle Begierde




Regie: David Cronenberg
Drehbuch: Christopher Hampton
Kamera: Peter Suschitsky

Produktion: Lago Film

Verleih: Universal Pictures International

 

ARRI Services: drehbegleitende Kopierwerksleistungen

 

ARRI Rental: Kamera


David Cronenberg (Eastern Promises, A History of Violence, Crash) führte Regie bei Eine dunkle Begierde nach einem Drehbuch des Oscarpreisträgers Christopher Hampton (Atonement, Dangerous Liaisons), der die Story nach seinem Bühnenstück The Talking Cure für das Kino adaptierte. Der Film vereinigt ein Kreativteam mit dem Cronenberg eine langjährige Zusammenarbeit bei Projekten wie A History of Violence, Eastern Promises und eXistenZ verbindet: so z. B. Kameramann Peter Suschitzky, Editor Ronald Sanders und Komponist Howard Shore. Produziert wurde Eine dunkle Begierde von der Recorded Picture Company und kommt im Verleih von Universal Pictures International in die Kinos.

 

ARRI Film & TV wurde mit den drehbegleitenden Kopierwerksarbeiten beauftragt. ARRI Rental stattete Eine dunkle Begierde mit Kameraequipment aus.





Links: Die Analytiker Carl G. Jung (Michael Fassbender, li.) und Sigmund Freud (Viggo Mortensen); Rechts: Die verführerische Muse Sabina Spielrein (Keira Knightley)
© 2011 Universal Studios



In einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels treffen die beiden wichtigsten Analytiker der menschlichen Psyche aufeinander: C.G. Jung (Michael Fassbender) und Sigmund Freud (Viggo Mortensen) arbeiten an bahnbrechenden Erkenntnissen, die das moderne Denken revolutionieren sollen. Als die verführerische Sabina Spielrein (Keira Knightley) auftaucht, geraten sie an ihre Grenzen.

In seine Klinik in Zürich eingeliefert, ist Sabina für Jung nicht nur eine psychisch labile Patientin von vielen. Der geheimnisvollen Anziehungskraft seines Studienobjekts kann er sich nicht entziehen und eine leidenschaftliche Affäre beginnt. Als diese jäh endet, flüchtet Sabina zu Jungs Mentor Sigmund Freud nach Wien, der sich ihrer Faszination ebenso wenig entziehen kann. Er nimmt sie bei sich auf und bildet sie zur Analytikerin aus. So wird Sabina Spielrein letztlich zur Muse beider.


In dieser fatalen Dreiecksbeziehung verschwimmen die Grenzen ihrer Wissenschaft in einem Strudel aus geheimen Sehnsüchten, tief verwurzelten Ängsten und unterdrückter Begierde. In einem Machtkampf intellektueller Eitelkeiten werden aus einstigen Freunden erbitterte Gegenspieler.