Sehr geehrte Kunden, liebe Freunde des Hauses ARRI,
anbei finden Sie den ARRI Film & TV Newsletter. Dieses Mal zum Kinostart der Culture Clash-Komödie Sommer in Orange von Regisseur Marcus H. Rosenmüller über jene Zeit, als Selbsterfahrung noch kein Mainstream und die bayerische 'Seele' noch nicht lässig war.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.
Beste Grüße senden Angela Reedwisch und Josef Reidinger
KINOSTART 18. AUGUST 2011: SOMMER IN ORANGE
Regie: Marcus H. Rosenmüller
Drehbuch: Ursula Gruber
Kamera: Stefan Biebl
Produktion: Odeon Pictures, Roxy Film
Verleih: Majestic Filmverleih
DI-Producer: Andreas Mummert
DI-Colorist: Andreas Lautil
VFX-Team: Dominik Trimborn, Jürgen Schopper, Nina Knott, David Laubsch, Michael Koch, Rosa Niclas, Tobias Wiesner, Benjamin Kaczorek, Roland Pfisterer, Yvonne Hoffmann
ARRI Services: Lab, TV Post, Digital Intermediate, VFX
Kultregisseur Marcus H. Rosenmüller (Wer früher stirbt ist länger tot, Schwere Jungs) zeichnet für die Umsetzung des höchst unterhaltsamen Drehbuchs von Sommer in Orange verantwortlich, das auf den Kindheitserinnerungen der Drehbuchautorin Ursula Gruber und ihres Bruders Georg Gruber, Produzent des Films für Odeon Pictures, beruht. Sommer in Orange ist die lang erwartete, zweite Zusammenarbeit von Rosenmüller und der Produktionsfirma Roxy Film (Andreas Richter, Annie Brunner und Ursula Woerner), die gemeinsam mit Odeon Pictures produzierte. Majestic Filmverleih bringt Sommer in Orange in die Kinos.
Roxy Film setzte wieder auf die Leistungen von ARRI Film & TV in den Bereichen Lab, TV Post, Digital Intermediate (DI-Producer: Andreas Mummert, Grading: Andreas Lautil) und Visual Effects (VFX-Supervisor: David Laubsch, Creative Director VFX: Jürgen Schopper).
In Sommer in Orange gibt es eine aufwändige digital bearbeitete Szene, die 36 Einstellungen umfasst und in der ein Zitronenfalter zu sehen ist, der die kleine Lili zu einem schwebenden Bhagwan führt. Die Sequenz wurde zunächst als Storyboard angelegt und später als Mischung aus Computeranimation (Schmetterling) und digitalem Compositing (Bhagwan vor Green Screen) gelöst.
Der digitale Zitronenfalter - und wie er entsteht: Head of 3D, Michael Koch und Creative Director VFX, Jürgen Schopper
Storyboard: schwebender Bhagwan; On location: Bhagwan wird auf dem Kran vor dem Green Screen eingerichtet
Links: Rosi und im Hintergrund Bhagwan; Rechts: VFX Supervisor David Laubsch on location
1980: Die Erleuchtung kommt nach Talbichl. Die Bhagwan-Anhängerin Amrita (PETRA SCHMIDT-SCHALLER) zieht mit ihren Kindern Lili (AMBER BONGARD) und Fabian (BÉLA BAUMANN) gemeinsam mit ihrer WG aus Berlin in die bayerische Provinz. Urschrei-Therapie und Vollkornschrot treffen auf Schützenverein und fest gefügte Horizonte. Und während Amrita halbnackt indische Mantras auf dem 'Stein der Erleuchtung' singt, linst der erzkonservative Nachbar und Bürgermeister von Talbichl (HEINZ-JOSEF BRAUN) fassungslos durch die Hecke.
Zu allem Überfluss beginnen die Sannyasins auch noch, ein 'Therapiezentrum' im Dorf aufzubauen und das ruhige Leben ist dahin. Das Misstrauen in der Dorfgemeinschaft gegenüber den 'Fremdlingen' wächst unaufhaltsam und ausgerechnet Amritas Tochter Lili gerät zwischen diese Fronten. Von den Mitschülern gemieden und ihrer Mutter allein gelassen, wünscht sie sich nichts sehnlicher als eine ganz normale Familie. Und so beginnt Lili ein Doppelleben zu führen: Zu Hause trägt sie weiter Orange, lebt vegetarisch und reißt links-alternative Sprüche, in der Schule aber tauscht sie orange Pluderhosen gegen den Trachtenrock und betet mit denanderen das 'Vater Unser'. Dieser Spagat zwischen Om und Amen kann nicht lange gut gehen... Als Bhagwans rechte Hand anreist, um die 'Buddhahalle' der WG einzuweihen, kommt es beim Dorffest zum Eklat und auf einmal liegen sich alle buchstäblich in den Haaren. Am Ende stellt sich nicht nur Lili die Frage, wo sie eigentlich hingehört...