ARRI Film & TV Newsletter 16/10   


English Newsletter
ARRI Film & TV Newsletter 16/10 - English Version



Sehr geehrte Kunden, liebe Freunde des Hauses ARRI,

 

anbei finden Sie den ARRI Film & TV Newsletter. Dieses Mal zum Kinostart des Abschlussfilmes der Yusuf-Triologie Bal (Honey) des Drehbuchautors, Regisseurs und Produzenten Semih Kaplanoglu.

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

 

 

Beste Grüße aus München senden
Angela Reedwisch und Walter Brus

 


Kinostart 9. September 2010: Bal (Honey)




Ausgezeichnet mit dem Goldenen Bären - Berlinale 2010

 

Regie: Semih Kaplanoglu
Drehbuch: Semih Kaplanoglu
Kamera: Baris Özbicer
Schnitt: Ayhan Ergürsel
Produktion: Kaplan Film Yapim, Heimatfilm GmbH & Co. KG
Verleih: Piffl Medien




Bal, eine Koproduktion  der türkischen Kaplan Film Yapim und der deutschen Heimatfilm GmbH + Co KG (verantwortliche Koproduzenten: Johannes Rexin und Bettina Brokemper)  wurde mit Fördermitteln von Filmstiftung NRW und von Eurimages von Juli bis September 2009 in der Türkei auf 35mm 4-Perforation abgedreht (Kamera: Baris Özbicer). Die Entwicklung des Negativ-Materials erfolgte im Filmlab am ARRI Standort München, wo auch die türkische ARRI Lichtbestimmerin Süeda Yamac die Videomuster für den Schnitt betreute. Der Schnitt (Ayhan Ergürsel) selbst fand in der Türkei statt. Für die Postproduktion zeichnete die ARRI Film & TV Dependance Köln verantwortlich, wo in Anwesenheit des Regisseurs innerhalb des brandneuen und großzügig mit State-of-the-Art-Equipment (Barco DP90 Projektor bzw. HD Monitore) ausgestatteten Gradingkinos die digitale Lichtbestimmung erfolgte.

Mit Bal (Honey) - Gewinner der diesjährigen Berlinale - stellt Drehbuchautor, Regisseur und Produzent Semih Kaplanoglu erneut seine Meisterschaft unter Beweis, in einer berückend ruhigen Bildsprache eine ebenso poetisch dichte wie von Momenten eines magischen Realismus durchwobene Erzählung auf die Leinwand zu bringen.

Kaplanoglu, Jahrgang 1963, der als einer der legitimen Nachfolger des türkischen Regiemeisters Yilmaz Günay (Yol) gehandelt wird, sieht sich selbst mit seiner Vorliebe für oft minutenlange, statische Einstellungen, die den Betrachter dem Sog eines fremd gewordenen, aktionslosen Zeitgefühls ausliefern, in der Tradition eines Robert Bresson. Der neueste Film des Multitalents ist zugleich der Abschluss seiner international vielbeachteten und mit zahlreichen Preisen gewürdigten Yusuf-Trilogie.

Zusammen mit den beiden vorangehenden Kapiteln Yumurta (Ei) und Süt (Milch), die jeweils in Cannes (2008) bzw. in Venedig (2009) ihre Premiere feierten, reflektiert Bal als vielleicht ambitioniertestes Projekt des türkischen Kinos der letzten Jahre in einer Art rückwärts gewandten Biographie Stationen im Leben des Poeten Yusuf, der seinen eigenen Weg zwischen den Extremen einer unbehausten Moderne und der nur scheinbar heilen Welt einer Kindheit in der traditionellen Welt Anatoliens finden muss.






Links: Wird der Traum von Yusuf (Bora Altas) Wirklichkeit?
Rechts: Mit großem Vergnügen begleitet Yusuf seinen Vater auf der Reise durch die Wälder Anatoliens
© 2010 Kaplan Film



Yusuf lebt mit seinen Eltern in den waldreichen Bergen der Schwarzmeerregion im Nordosten der
Türkei. Oft begleitet er seinen Vater, den Imker Yakup, wenn der seine Bienenkörbe in den tiefen,
unberührten Wäldern aufstellt, um den berühmten schwarzen Honig der Rize-Region zu gewinnen.
Hoch oben in den Bäumen werden die Bienenstöcke befestigt, ein gefährliches, akrobatisches Handwerk. Aufmerksam lernt Yusuf an der Seite seines Vaters die Geheimnisse der Natur kennen, flüsternd überwindet er hier das Stottern, das ihn in der Schule zum Außenseiter macht. Als ein unerklärliches Bienensterben die Umgegend heimsucht, zieht Yakup los, um seine Bienenstöcke
in einem schwer zugänglichen, gefährlichen Gebirgsregion aufzustellen. Tage vergehen, und Yakup ist immer noch nicht zurück.