ARRI Film & TV Newsletter 05/10   


Sehr geehrte Kunden, liebe Freunde des Hauses ARRI,

 

anbei finden Sie den ARRI Film & TV Newsletter. Dieses Mal zu den Kinostarts des Historienfilms Henri 4 von Jo Baier und  dem "Berliner Heimatfilm" Boxhagener Platz von Matti Geschonneck.

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

 

 

Beste Grüße aus München senden
Angela Reedwisch und Walter Brus

 


Kinostart 4. März 2010: Henri 4, Boxhagener Platz




Jo Baier, Regie
Jo Baier, Cooky Ziesche, Drehbuch
Gernot Roll, Kamera
Regina Ziegler, Produzent
Central Film Verleih, Verleih

 

ARRI Services: Digital Dailies (Dreh digital D-21), DI, TV-Mastering (HD), DCP
Colorist: Rainer Schmidt

 

ARRI Rental: Kamera, Licht, Bühne






Ziegler Film bringt mit Henri 4 eines der ambitioniertesten und aufwendigsten deutschen Filmprojekte über Frankreichs legendären König aus dem 16. Jahrhundert ins Kino. Dabei setzte die Produktion komplett auf ARRI: Gedreht wurde mit zwei ARRIFLEX D-21, ARRI Rental stellte neben den Kameras das Bühnen- und Lichtequipment. Während des Drehs wurde auf den bewährten Digital Dailies Workflow zurückgegriffen: Quality Control und Einspielung in Avid DNX Codec. Nach der Offline-Schnittphase wurde das Digital Intermediate (Lichtbestimmung: Rainer Schmidt) erstellt und für die TV-Auswertung fand bei ARRI das HD-Mastering sowie für die digitale Kinoauswertung das Digital Cinema Package statt.

 

Für Regisseur Jo Baier war es der erste Film, der ausschließlich digital aufgenommen wurde - ein Novum im Genre Historienfilm. Für den Kameramann Gernot Roll war es nach Männersache die zweite Produktion, die er mit der ARRIFLEX D-21 realisierte. Die Drehbuch-Fassung der Romane Heinrich Manns stammt vom Regisseur, unterstützt von Cooky Ziesche. Die Dreharbeiten fanden an Originalschauplätzen in Frankreich, Deutschland und Tschechien mit internationaler Besetzung statt: u. a. Julien Boisselier, Joachim Król, Roger Casamajor, Andreas Schmidt, Armelle Deutsch, Chloé Stefani. Henri 4 kommt im Verleih der Central Film ins Kino.





Links: Regisseur Jo Baier wählte als historisches Vorbild für die Schlachten im Film die Schlacht von Coutras 1587. Rechts: Henri (Julien Boisselier) und Margot (Armelle Deutsch) heiraten aus Gründen der Staatsräson, doch ihre Ehe wird zu einer sexuellen Obsession.
© Ziegler Film, Foto: Reiner Bajo



Jo Baier: "König Henri IV von Frankreich hat sein Leben lang gegen religiösen Fanatismus gekämpft, ihm gingen die Ideen des Humanismus über alles. Darüber hinaus hat uns an seiner extrem abenteuerlichen Biographie genau das gereizt, was wohl auch schon Heinrich Mann interessiert hat: Henri ist das seltene Beispiel eines Herrschers, der von ganz unten an die Macht kam, einer, der sich sein Königtum erarbeitet hat."

Frankreich 1563. Protestanten und Katholiken kämpfen im Namen des Glaubens um Land und Macht. An der Spitze der Protestanten rüstet Henri von Navarra gegen Paris, gegen die Katholiken, gegen die mächtige Rivalin seiner Mutter: Katharina de Medici, Königin von Frankreich. Sie bietet ihm die Hand ihrer Tochter Margot - als Zeichen der Versöhnung - die Hochzeit endet in einem Blutbad. Henri überlebt die Bartholomäusnacht. Er wird im Louvre wie ein Gefangener gehalten, nach vier Jahren gelingt ihm die Flucht. Fünf Mal wechselt er seinen Glauben, er kämpft und taktiert. Er will das Feld nicht denen überlassen, die kein Gewissen haben und keine Menschlichkeit. Auf seinem Weg zum Thron wird er zu einem Monarchen, der sich als einer der ersten einen wahren Humanisten nennen kann.




Matti Geschonneck, Regie
Torsten Schulz, Drehbuch (nach dem gleichnamigen Roman)
Martin Langer, Kamera
Claussen+Wöbke+Putz Filmproduktion, Produktion
Pandora Film, Verleih

 

ARRI Services: Lab, DI, TV-Mastering (HD)
Colorist: Bianca Stumpf

 

ARRI Rental: Kamera






Die Produktion Claussen+Wöbke+Putz vertraute auf die bewährte Zusammenarbeit mit ARRI Film & TV. Für Boxhagener Platz lieferte ARRI die Kopierwerks- und Postproduktionsleistungen. Gedreht wurde in 35mm 3-Perforation und als 2K Digital Intermediate (Lichtbestimmung: Bianca Stumpf) endgefertigt. Für die TV-Auswertung fand bei ARRI Film & TV das HD-Mastering statt. ARRI Rental rüstete den Kinofilm mit Kameraequipment aus - gedreht wurde auf ARRICAM ST und ARRICAM LT. Die Dreharbeiten fanden u. a. in Berlin, Halle, Dessau und im Studio Babelsberg statt.

 

Der mehrfach ausgezeichnete Berliner Regisseur Matti Geschonneck - selbst am Boxhagener Platz aufgewachsen - inszenierte den Film nach dem Romandebüt von Torsten Schulz, der auch das Drehbuch schrieb. Die im Berlin der 60er Jahre spielenden Szenen fing in wunderbar athmosphärischen Bildern der Kameramann Martin Langer ein (Sophie Scholl, Die weisse Massai). Der Film ist eine Liebeserklärung an Berlin und seine Bewohner - dargestellt u. a. von Gudrun Ritter, Michael Gwisdek, Jürgen Vogel, Meret Becker, Horst Krause.





Links: Ex-Spartakuskämpfer Karl Wegner (Michael Gwisdek) und Oma Otti (Gudrun Richter). Rechts: Oma Otti und ihr Enkel Holger (Samuel Schneider)
© Pandora Film



1968 in Ostberlin: Studentenunruhen und sexuelle Revolution im Westen, Panzer in Prag. Und auf dem Ostberliner Boxhagener Platz erleben Oma Otti (Gudrun Ritter) und ihr zwölfjähriger Enkel Holger (Samuel Schneider) ihre ganz eigenen Abenteuer. Otti hat schon fünf Ehemänner ins Grab gebracht und dem sechsten geht es auch nicht mehr so gut, als sie Avancen von Altnazi Fisch-Winkler (Horst Krause) und dem ehemaligen Spartakuskämpfer Karl Wegner (Michael Gwisdek) erhält. Otti verliebt sich in Karl und plötzlich ist Fisch-Winkler tot. Holger avanciert zum Hobbydetektiv - bis er einen Fehler begeht, der ausgerechnet Karl in Gefahr bringt...